Die ersten Teilergebnisse der Wahlen in Simbabwe zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Regierungspartei und Opposition. Doch es gibt Zweifel an diesen Resultaten.

Die ersten Teilergebnisse der Wahlen im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Regierungspartei und Opposition. Die offizielle Auswertung der Stimmen in 25 Wahlkreisen ergab am Montag eine weitgehend gleichmäßige Verteilung mit 13 Parlamentssitzen für die oppositionelle Bewegung für Demokratischen Wandel MDC und 12 für die regierende ZANU(PF)-Partei.

Simbabwe, ap

Wähler in einem Vorort von Harare sehen sich die lokalen Ergebnisse der Präsidentenwahl an. (© Foto: AP)

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Die offiziellen Zahlen stehen im Widerspruch zu Zählungen der Opposition, die nach eigenen Angaben bereits 96 von 128 Wahlkreisen für sich verbuchen konnte.

Die Bundesregierung und die Europäische Union (EU) forderten unterdessen eine rasche Veröffentlichung der Wahlergebnisse. Die Verzögerung bei der Auszählung sei nicht nachvollziehbar und werfe Fragen auf, die schnellstens geklärt werden müssten, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin.

Die Regierung sei erleichtert über den friedlichen Verlauf der Wahl und hoffe, dass sich daran nichts ändern werde. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes äußerte aber Besorgnis über Unregelmäßigkeiten im Wahlkampf. Auch Äußerungen der Sicherheitskräfte, nur einen Wahlsieg des Lagers von Präsident Robert Mugabe akzeptieren zu wollen, stünden nicht in Übereinstimmung mit demokratischen Standards.

Opposition will eigene Zählung fortsetzen

Die ersten Resultate wurden erst fast 36 Stunden nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht. In der Vergangenheit waren erste Ergebnisse schon bald nach Abstimmungsende bekanntgegeben worden. Die Verzögerung schürte die Sorgen der Opposition, Mugabe könne die Resultate fälschen lassen.

Gegen den seit 28 Jahren regierenden Präsidenten Robert Mugabe waren bei der Parlaments- und Präsidentschaftswahl am Samstag Oppositionsführer Morgan Tsvangirai und der frühere Finanzminister Simba Makoni angetreten. Die Opposition hatte sich am Sonntag zum Wahlsieger erklärt und sich damit den Vorwurf der Regierung eingehandelt, Unruhen zu schüren.

Präsident Robert Mugabe solle seine Niederlage eingestehen, forderte Oppositionssprecher Nelson Chamisa. "Selbst wenn sie versuchen zu manipulieren, werden sie damit nicht durchkommen", sagte Chamisa weiter. "Unser Sieg ist überwältigend."

Die MDC betonte auf einer Pressekonferenz, sie werde ihre eigene Zählung in den insgesamt 210 Wahlkreisen fortsetzen. Grundlage dafür seien die von jedem Wahllokal veröffentlichen Auszählungen. Mit einem Ergebnis der Präsidentenwahl rechnen Beobachter angesichts der schleppenden Auszählung und offiziellen Bekanntgabe frühestens am Montagabend.

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(dpa/Reuters/gal/bavo)