60 Prozent der Stimmen sind ausgezählt, doch lässt sich nicht sagen, ob Hamid Karsai bei den Präsidentenwahlen in Afghanistan die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang erreicht hat.
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat seinen Vorsprung bei den Auszählungen der letzen Präsidentschaftswahlen ausgebaut. Demnach liegt der Amtsinhaber nach dem neusten Zwischenergebnis mit 47,3 Prozent vor seinem Herausfoderer Ex-Außenminister Abduhllah Abdullah, der 32,6 Prozent der Stimmen bekommt. Dies teilte die Unabhängige Wahlkommission (IEC) am Mittwoch mit. Der Vorsprung von Karsai ist seit der Vorstellung der vorläufigen Ergebnissen am vergangenen Montag somit von 12, 6 auf 14,7 Prozent gestiegen.
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Amtsinhaber Karsai kurz vor den Wahlen, vor zwei Wochen. (© Foto: dpa)
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Damit fehlt Präsident Karsai nach wie vor die absolute Mehrheit. Zurzeit sind 60 Prozent aller Wahllokale ausgezählt worden. Im Fall, dass die weitere Stimmen-Auszählung die erfolderliche Mehrheit für den Kandidaten nicht erbringen kann, wäre eine Stichwahl im Oktober notwendig. Der Drittplatzierte Kandidat Ramasan Bashardost kann 11,6 Prozent der Stimmen für sich beanspruchen.
Die Wahlkommission teilte zudem mit, die nächsten Teilergebnisse würden am kommenden Samstag veröffentlicht. Ein vorläufiges Endergebnis werde bis spätestens Montag erwartet.
Zahlreiche Unregelmäßigkeiten
Die von den Vereinten Nationen unterstützte Beschwerdekommission zählt indessen bis zu 2200 Einwände. Davon seien Rund 650 so gravierend, dass sie den Wahlausgang beeinflussen könnten. Kandidat Abdullah hat dem Karsai-Lager bereits Manipulationen vorgeworfen.
(dpa/AFP/woja)
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