Nach seinen Querschlägen gegen die SPD-Spitzenkandidatin in Hessen legt Wolfgang Clement noch einmal nach. Jetzt erklärte der frühere Wirtschaftsminister, er würde Andrea Ypsilanti nicht wählen. Sein Parteibuch will er behalten.
Der wegen seiner Kritik an der SPD-Spitzenkandidatin in Hessen unter Beschuss geratene frühere SPD-Vize Wolfgang Clement will nicht aus der Partei austreten. In einem vorab geführten Interview für die ARD-Talksendung "Hart aber fair", die am Mittwoch ausgestrahlt wird, erklärte er, er wolle sein Parteibuch nicht zurückgeben.
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Derzeit in der SPD unbeliebt: Wolfgang Clement. (© Foto: ddp)
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Zugleich erneuerte Clement seine Kritik an Andrea Ypsilanti und erklärte erstmals direkt, dass er sie nicht wählen würde. Zwischen seinen Auffassungen zum Beispiel in der Energiepolitik und denen der hessischen SPD- Spitzenkandidatin gebe es unüberbrückbare Gegensätze, sagte Clement.
Auf die Forderungen nach seinem Parteiausschluss reagierte er gelassen: "Es entscheidet ja nicht irgendjemand über einen Ausschluss aus der Sozialdemokratie. Das entscheide ich oder ein Ausschlussverfahren", sagte Clement. Einem solchen Verfahren werde er sich "sehr gerne und natürlich auch mit großem Engagement stellen".
Allerdings kündigte Clement erneut seinen Austritt für den Fall an, dass es im Bund oder in seinem Heimatland Nordrhein-Westfalen zu einem Regierungsbündnis zwischen SPD und der Linken kommt. "Dann wäre für mich die Grenze erreicht", sagte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister. Das hatte er im Dezember bereits im Interview mit sueddeutsche.de angedroht. Nach Ende seiner politischen Laufbahn hatte sich Clement 2006 in den Aufsichtsrat der RWE-Kraftwerkstochter RWE Power AG (Essen) wählen lassen.
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(sueddeutsche.de/dpa/gdo/bica)
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