Die Demokratische Partei von Ministerpräsident Sali Berisha liegt bei der Parlamentswahl in Albanien nach Auszählung fast aller Stimmen vorn. Trotzdem hat sie einen Sitz zu wenig, um zu regieren.

In Albanien liegen die regierenden Konservativen nach Auszählung fast aller Stimmen der Parlamentswahl vom Sonntag vorn. Ob sie auch eine Mehrheit im Parlament haben, ist allerdings noch offen.

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Anhänger des siegreichen Ministerpräsidenten Sali Berisha in Tirana. (© Foto: dpa)

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Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen lag die konservative Demokratische Partei (PDSH) mit 48,01 Prozent vor der Sozialistischen Partei (PSSH) mit 44,25 Prozent. Ob sich die PDSH von Ministerpräsident Sali Berisha auch eine Mehrheit im Parlament gesichert hat, ist allerdings noch offen.

Inoffiziellen Ergebnissen zufolge erzielten die Demokraten 70 der 140 Mandate. Für die Bildung einer Regierung in Tirana sind 71 Mandate erforderlich. Auf den dritten Platz kam mit 5,5 Prozent die Linkskoalition SAI, die sich zu einer Koalition mit den Sozialisten bereiterklärt hat.

Die Abstimmung galt als wichtiger Test für die Demokratisierung des Balkanstaates und seine Eignung für eine EU-Mitgliedschaft. Sowohl Berisha als auch der sozialistische Kandidat Edi Rama haben im Wahlkampf eine Bekämpfung der Armut versprochen und erklärt, sie wollten das Land auf eine EU-Mitgliedschaft vorbereiten. Albanien gehört seit dem 1. April der NATO an. An der Wahl beteiligten sich 42 Prozent der 3,1 Millionen registrierten Wähler.

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(AP/jab)