Waffenstillstand in Syrien während Opferfests Assad-Regime dementiert Zusage zur Waffenruhe

Die syrische Regierung hat nach Angaben des UN-Sondergesandten Brahimi einer viertägigen Waffenruhe zugestimmt. Die Kämpfe sollen während des am Freitag beginnenden Opferfestes ausgesetzt werden - allerdings ließ das Regime unmittelbar verkünden, dass Forderungen an das Zugeständnis geknüpft sind. Eine Entscheidung soll erst am Donnerstag fallen.

Das syrische Außenministerium hat auf die Aussagen des UN-Vermittlers Lakhdar Brahimi zu einer vorübergehenden Waffenruhe mit einem Dementi reagiert. Die Führung der Streitkräfte prüfe den Vorschlag noch.

Brahimi hatte am Mittwoch in Kairo verkündet, dass das Regime von Baschar al-Assad seine Zustimmung zu einer Feuerpause anlässlich des höchsten islamischen Opferfestes Eid al-Adha gegeben habe. Assad werde spätestens am Donnerstag eine entsprechende Stellungnahme abgeben, was das Außenministerium bestätigte. Die Rebellenführer hätten sich laut Brahimi zu der Waffenruhe während des viertägigen Fests bereit erklärt.

Die Opposition war zuletzt skeptisch, ob das Regime sich an eine solche Vereinbarung halten würde. Laut al-Dschasira hat die staatliche Nachrichtenagentur Sana verkündet, dass das Assad-Regime von den westlichen Ländern und ihren Verbündeten in der Golfregion Gegenleistungen erwarte: Sie sollten die Rebellen nicht mehr unterstützen und Regierungsgegner nicht mehr mit Waffen beliefern.

Der bislang letzte Waffenstillstand war im April nach wenigen Tagen gescheitert. Brahimis Vorgänger Kofi Annan, der die damalige Feuerpause vermittelt hatte, trat kurz darauf zurück. Bei dem seit 19 Monaten andauernden Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad sind Altivisten zufolge inzwischen rund 30.000 Menschen getötet worden.