Eine Studie hat gravierende Sicherheitsmängel an amerikanischen Atomwaffenlagern in Deutschland festgestellt. Nun muss sich auch der Bundestag mit dem Thema beschäftigen.

Der Bundestag wird sich mit der Sicherheit der amerikanischen Atomwaffenlager in Deutschland und Europa befassen, die in einer Studie angezweifelt wird. Die FDP beantragte am Dienstag eine Aktuelle Stunde, um zu klären, ob die Lager ein Sicherheitsrisiko darstellen.

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"Militärische Geheimhaltungsregeln dürfen nicht dazu führen, dass Fehler und Mängel vertuscht werden", betonte Fraktionsgeschäftsführer Jürgen Koppelin. Die FDP werde das bisherige Schweigen der Bundesregierung zu dem Thema nicht hinnehmen.

Atomwaffengegner vermuten, dass die USA bis zu 20 Atombomben auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel stationiert haben. Die Waffen aus der Eifel könnten im Kriegsfall im Rahmen der Nato von deutschen Tornado-Kampfjets eingesetzt werden.

Ein interner Bericht der US-Luftwaffe war zu dem Ergebnis gekommen, dass die meisten Atomwaffen-Stützpunkte in Europa die Sicherheitsanforderungen des US-Verteidigungsministeriums nicht erfüllen. Kritisiert wurden marode Zäune und Sicherheitssysteme ebenso wie ein massiver Mangel an Sicherheitspersonal.

Teilweise würden Wehrpflichtige mit nur neun Monaten Dienstzeit als Wachen eingesetzt, bemängelte der Bericht in einer klaren Anspielung auf die Situation in Deutschland. Inoffiziellen Schätzungen zufolge lagern die USA derzeit 200 bis 350 taktische Atomwaffen in Belgien, den Niederlanden, Italien und der Türkei.

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(Reuters/bavo/gdo)