Deutschland gehört laut einer Studie weiter zu den größten Waffenlieferanten der Welt. Zum ersten Mal seit sechs Jahren hat jedoch der globale Handel mit Rüstungsgütern abgenommen.
Im Jahr 2007 seien weltweit acht Prozent weniger Waffen verkauft worden, teilte am Montag das Friedensforschungsinstitut SIPRI in Stockholm mit, das Handfeuerwaffen in seiner Statistik nicht berücksichtigt.
Deutsche Panzer - hier ein Leopard 2A4 - sind weiter begehrt. (© Foto: ddp)
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Es gebe aber kaum Hinweise darauf, dass sich der Rückgang langfristig fortsetze.
Deutschland gehört der Erhebung zufolge nach den USA und Russland zu den größten Waffenlieferanten der Welt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien.
Der größte Waffenimporteur ist China, dessen Einfuhren aber nachließen. Dafür planten andere Länder wie Saudi-Arabien und Taiwan in Kürze große Bestellungen
Grund für den verlangsamten Import Chinas könnten die massiven Käufe in den vergangenen Jahren sein, die Neuanschaffungen derzeit überflüssig machten.
Doch auch russische Bedenken, China kopiere die importierten Waffen, könnten eine Rolle spielen. So sei der chinesische Waffenimport aus Russland im vergangenen Jahr um 62 Prozent zurückgegangen, teilte das unabhängige Institut mit.
(Reuters/plin/gal)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Wieder mal zeigt sich, dass die halbe Wahrheit die beste Lüge ist.
Klar ist Deutschland die Nr.3 unter den Waffenexporteuren der Welt, nur liegt der dt. Marktanteil bei unter 9% und das meiste geht in NATO-Staaten, während die USA und Russland jeweils ca. 30% Marktanteil haben und an alles und jeden liefern. Aber schnöde Fakten klingen halt nicht so reißerisch wie Deutschland auf Platz drei.
Nach unseren Gesetzen ist die Lieferung von Kriegswaffen in Krisengebiete verboten. Nicht verboten sind Lieferungen in Gebiete, die aufgrund der Waffenlieferungen dann erstr zu Krisengebieten werden. Was ein Krisengebiet ist oder welches zu einem Krisengebiet wird, da entscheidet unsere Regierung tatkräftig mit.
Dass auch Deutschland wieder zu den Exportweltmeistern von Waffen zählt, ist keine Überrachung, aber eine politische Schande. Dass die Sicherheit durch Waffenlieferungen nicht verbessert wird, ist nur allzu evident. Zu vermuten, aber schwer nachzuweisen aber ist, dass die Sicherheit auch gar nicht erhöht werden soll, weil sonst Bedarf und Absatz sich verringerten.
Leider umgeben Waffenlieferungen mit Angaben über Qualität, Quantität und Absatzmärkte bzw. der belieferten Länder noch immer den Schleier des Geheimen. Das ist wohl so, weil der Zusammenhang zwischen Politik, Wirtschaft, Krieg und Macht in diesem Bereich besonders greifbar ist. Der SZ ist eine umfassendere und auf Fakten beruhende Berichterstattung zu Waffenlieferungen zu empfehlen. Sie sollte detaillierter mitteilen , welche Waffen in welchem Umfang an welche Länder geliefert werden. Dann würde klarer erkennbar werden, welche wirtschaftspolitiischen Interessen hinter den zahllosen in der Welt ausgtreagenen bewaffneten Konflikte stehen.
Andere Länder haben wohl das bessere Angebot. So kaufte das Regime in Venezuela 50.000 AK 47 sowie hunderte von Flugabwehrraketen für die nachgeordneten revolutionären Streitkräfte der FARC natürlich in Rußland. Und für die revolutionären Streitkräft der Marine noch schnell 3 U-Boote für den Transport von Kokain nach Kuba und Europa. Und für die revolutionären Streitkräfte Luftwaffe ein paar Kampfhubschrauber. Insgesamt nicht ganz 1.500 Millionen Dollar. Dafür gibt es in Venezuela keine Milch mehr zu kaufen und auch Fleisch ist äußerst knapp.
Export-Bronze-Weltmeister.
Da müssen wir uns aber am Riemen reissen, damit wir auch hier noch international an die Spitze finden, gell?
Nicht dass eines Tages noch der Wert von Menschenleben den des wirtschaftlichen Erfolges auf der Bewertungsskala einholt.
Oder gar überholt, oh graus, sowas geht ja gleich überhaupt nicht...