Währungsunion Lettland will ab 2014 zur Euro-Zone gehören

Auch die Letten wollen bald mit Euro zahlen: Die Regierung in Riga will noch im März einen Antrag auf Beitritt zur Gemeinschaftswährung stellen. Das Volk über die Euro-Einführung abstimmen lassen will Ministerpräsident Dombrovskis aber lieber nicht.

Lettland will zum 1. Januar 2014 der Euro-Zone beitreten. Im März soll ein offizieller Antrag gestellt werden, kündigte Ministerpräsident Valdis Dombrovskis vor dem Parlament in Riga an. Die Unterlagen sollen demnach zunächst der EU-Kommission übermittelt werden. Dann müssen noch die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union im Juni zustimmen und die Europäische Zentralbank (EZB) einen Monat später ein positives Votum abgeben.

Forderungen der linksgerichteten Opposition nach einem Referendum über die Euro-Einführung hat Ministerpräsident Dombrovskis abgelehnt. Die Begründung: Die Euro-Befürworter in der lettischen Regierung sind der Ansicht, die Bevölkerung habe schon 2003 mit dem Referendum über den ein Jahr später erfolgten EU-Beitritt über die Einführung der Gemeinschaftswährung abgestimmt.

Lettland wäre das 18. Mitglied der Europäischen Währungsunion. Das benachbarte Estland war der Euro-Zone 2011 beigetreten. Die dritte Baltenrepublik, Litauen, will den Euro im Jahr 2015 einführen.

Ein Argument für einen baldigen Beitritt Lettlands liefern auch die Experten der Ratingagentur Fitch: Sie berichten laut der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti von einer schnellen Erholung Lettlands, Litauens und Estlands von den Folgen der Krise 2008/2009. In den vergangenen beiden Jahren hätten die drei baltischen Republiken das schnellste Wachstumstempo innerhalb der Europäischen Union verzeichnet.