Nachdem die EU die Aufnahmegespräche mit Ankara teilweise aussetzen will, hat der türkische Premier gefordert, die Verhandlungen nicht weiter zu erschweren.
Recep Tayyip Erdogan sagte vor Abgeordneten der Regierungspartei AKP, er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Morgen angerufen und daran erinnert, "welchen Schaden ein (einziger) falscher Schritt anrichten" könne.
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Recep Tayyip Erdogan (© Foto: AP)
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Merkel wirbt innerhalb der EU für eine Revisionsklausel, wonach die Staats- und Regierungschefs der EU nach 18 Monaten entscheiden sollen, ob die Verhandlungen mit Ankara wieder aufgenommen werden.
Er hoffe, sagte Erdogan, dass die EU, wenn sie beim Gipfeltreffen Mitte Dezember über den Fortgang der türkischen Beitrittsverhandlungen entscheide, keinen "historischen Fehler" begehe.
Es sei ein "schwerwiegender Fehler", der Türkei Hindernisse in den Weg zu legen und sie vom Verhandlungstisch fern zu halten.
Zuvor hatte sich die EU-Kommission für eine teilweise Aussetzung ausgesprochen, um den Druck auf Ankara wegen der verweigerten Öffnung türkischer Häfen für das EU-Mitglied Zypern zu erhöhen.
Laut Erdogan sind die EU und die Türkei gleichermaßen aufeinander angewiesen. Die EU dürfe ihre "globale Vision" nicht verlieren. Für das Scheitern einer Lösung des Zypernproblems sei allein die griechisch-zyprische Seite verantwortlich.
(dpa/AP)
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