Die steinreichen Unternehmerinnen Carly Fiorina und Meg Whitman haben die republikanischen Vorwahlen gewonnen. Nun wollen sie Kalifornien für die Konservativen erobern - mit Hilfe ihrer prallen Portemonnaies und von Sarah Palin.
Sollten die Republikaner im Herbst die Wahlen in Kalifornien verlieren - am Geld liegt es jedenfalls nicht. Mit Carly Fiorina und Meg Whitman schickt die Grand Old Party zwei Kandidatinnen ins Rennen, die ihre Kampagnen locker aus eigener Schatulle bezahlen können. Außerdem verfügen sie über solch exzellente Kontakte zur Wirtschaft, dass von dort sicher auch der ein oder andere Dollar kommt.
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Die frühere Ebay-Chefin Meg Whitman freut sich über ihren Sieg bei den kalifornischen Vorwahlen. (© dpa)
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Carly Fiorina, die frisch gekürte republikanische Kandidatin für den Senat, war fünfeinhalb Jahre die Chefin des Computerkonzerns Hewlett Packard (HP). Whitman leitete jahrelang das Internetauktionshaus Ebay: Sie will nun das Erbe von Gouverneur Arnold Schwarzenegger antreten.
Beide Kandidatinnen nutzten ihr beträchtliches Vermögen, um die Vorwahlen zu gewinnen. Fiorina hatte den HP-Konzern 2003 mit einer Abfindung von mehr als 20 Millionen Dollar verlassen, nachdem der Unternehmenswert während ihrer Zeit als Chefin um mehr als 50 Prozent gefallen war. Bis Anfang Mai lag die 55-Jährige in Umfragen noch hinter ihrem Konkurrenten Tom Campbell, einem ehemaligen Kongressabgeordneten aus Kalifornien.
Massive Werbeausgaben - unter anderem bezahlt mit 5,5 Millionen Dollar aus Fiorinas Privatvermögen - halfen der Unternehmerin, Campbell zu überrunden. Bei den Wahlen im Herbst tritt sie nun gegen die demokratische Senatorin Barbara Boxer an.
Whitman musste für ihren Sieg noch tiefer in die Tasche greifen, auch weil ihr Gegner Steve Poizner ebenfalls über eigenes Vermögen verfügt. Zusammen gaben die beiden mehr als 100 Millionen Dollar für Fernsehspots, Newsletter und Werbemittel aus. Davon kamen mehr als 70 Millionen Dollar von Whitmans Konten.
Gegen diese finanzielle Übermacht schicken die Demokraten nun den Politveteran Jerry Brown ins Rennen, derzeit Kaliforniens Justizminister. Wenig Chancen hatten bei den Vorwahlen Kandidaten der konservativen Graswurzelbewegung. Trotzdem hatten die vierlerorts antretenden Tea-Party-Kandidaten einen Effekt: Sie zwangen die anderen nach rechts.
Fiorina und Whitman waren beide bis zu ihrer Kandidatur parteipolitisch unbeschriebene Blätter und galten zunächst als moderat. Doch nicht lange: Beide sahen sich ziemlich schnell gezwungen, das als rassistisch geltende Einwanderungsgesetz von Arizona gutzuheißen. Whitman sagte, sie werde als Gouverneurin "eisenhart" mit illegalen Immigranten umgehen.
Fiorina forderte außerdem während des Wahlkampfs eine Rücknahme der Gesundheitsreform, versprach, Steuererhöhungen unter keinen Umständen zuzustimmen und positionierte sich zu konservativen Leib- und Magenthemen. Selbstverständlich sei sie "Pro-life", also gegen das Recht, abzutreiben. Auch stimme sie hundertprozentig mit den Zielen der NRA, der amerikanischen Waffenlobby, überein.
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Debatte über Militäreinsatz in Syrien
...daß Sie mich nach meinem letzten Kommentar ausgeloggt haben.Das nenne ich Kundenservice!
Meine Anfrage an Sie richtete sich nicht pro domo - in eigener Sache, sondern bezog sich auf den gelöschten Kommentar eines anderen Teilnehmers, der nicht der Meinung war, "Frauen seien zu doof für High Tech" (das schrieb Fritz Wert und steht unbeanstandet immer noch so da. Lieber Fritz Wert, nix für ungut. Ich schätze Sie trotzdem!)
Wie ich jetzt erst bemerke, wurde auch ein Kommentar von mir gelöscht.Ich richtete mich mit meinem Kommentar "Einfache Weltsicht" an Frau Vorsamer und nahm konkreten Bezug auf eine ihrer Text-Passagen. Allerdings ist Kritik an der SZ und Ihren Autoren wohl gegen Ihre höchstpersönliche Netiquette und Ihre höchstpersönliche Auslegung der AGB, so eine Art Schutzschild, die sie gegen aufmüpfige Kommentatoren um Ihr Team legen.
In meinem Kommentar habe ich nichts, aber auch nichts Beleidigendes gesagt.Ich habe nachgefragt zu einer Textpassage, die von mir zitiert wurde. Aber Ironie ist wohl auch verboten, trotz des expliziten Hinweises, daß es sich um das Stilmittel der Ironie handelt?
Machen Sie weiter so! Ich verabschiede mich. Ein solcher Kindergarten ist mir zu...(ergänzen Sie selber, wie Sie es gerne hätten.
...der kritisierende dagegen wurde gelöscht, weil er "nochmal dasselbe wiederholt"? Wäre es nicht die Logik, beide aus dem System zu nehmen?
Liebe Expat,
das ist eine ganz übliche Vorgehensweise. Der beanstandete Kommentar wird als gesperrt angezeigt und der kritisierende Kommentar wird aus dem System genommen, da er ja noch einmal das gleich wiederholt. Der Autor des Kommentars bekommt unseren Dank für den Hinweis meist ins Gästebuch.
Liebe Grüße,
Ihr Moderator
...die funktioniert jetzt weit besser! Schon in diesem harmlosen Strang eine Ausbeute von zensurwürdigen Beiträgen! Gratulation! Das ist wirklich beeindruckend.
Wo ist denn der Kommentar geblieben, der Stellung nimmt zum Credo von Fritz Wert, der schrieb:"Carly Fiorina...Ist das nicht die, die bei HP soviel Mist gebaut hat wie keine vor ihr? Die das alte Vorurteil bestätigt, dass Frauen zu doof für High Tech seien?"
Frauen zu doof für High Tech - das fällt anscheinend unter Meinungsfreiheit. Meinetwegen, aber wenn jemand anderer Meinung ist und diese Aussage rügt - weg damit?
Paging