Leutheusser-Schnarrenbergers Pläne zur Datenspeicherung sorgen für einen "veritablen Konflikt" in der schwarz-gelben Koalition.
Union und FDP steuern beim Thema innere Sicherheit auf einen neuen, schweren Koalitionskonflikt zu. Führende Politiker von CDU und CSU lehnten am Montag den Vorschlag von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zur Neuregelung der Datenspeicherung strikt ab. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) meldete Widerstand an.
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Im Kreuzfeuer der Kritik: Sabine Leutheusser-Schnarrenbergers Pläne zur Vorratsdatenspeicherung stoßen beim Koalitionspartner auf Unmut. (© dpa)
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Kern des Disputs sind die Eckpunkte Leutheussers zur Aufzeichnung von Telekommunikationsdaten bei der Strafverfolgung. Sie lehnt eine Speicherung sämtlicher Daten ohne konkreten Anlass ab und will den Strafverfolgern stattdessen erlauben, bei hinreichendem Verdacht Daten bei den Telekommunikationsanbietern einzufrieren (Quick Freeze), die dann von den Ermittlern genutzt werden dürfen. Internet-Daten will sie sieben Tage aufbewahren lassen. Dies geht CDU und CSU nicht weit genug. Sie fordern längere Speicherungsfristen mit der Begründung, sonst blieben viele Straftaten ungesühnt. Vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 27. März, bei der die schwarz-gelbe Landesregierung um ihren Fortbestand und die FDP um ihren Verbleib im Landtag bangen muss, wird es nach Ansicht aus Koalitionskreisen keine Annäherung geben.
De Maizière ließ über Ministeriumssprecher Stefan Paris mitteilen, der Vorschlag der Ministerin greife zu kurz. "Wir sind in der Sache nicht so ganz begeistert", fügte Paris hinzu. Er monierte, dass die Vorschläge hinter der geltenden EU-Richtlinie zurückblieben und die Strafverfolgung von den Speicherfristen der Telekommunikationsunternehmen abhängig mache. Die Firmen hätten unterschiedliche Speicherfristen, ein Gesetz müsse eine Mindestspeicherzeit vorschreiben. De Maizière hatte sich zuletzt kompromissbereit gezeigt und gesagt, Deutschland müsse nicht vollen Gebrauch von der sechsmonatigen Speicherfrist machen, die die EU verlangt. Die Fachpolitiker der Union zeigten sich höchst unzufrieden mit den Eckpunkten. Der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags, Wolfgang Bosbach (CDU), sprach von einem "veritablen Konflikt" mit der FDP und sagte der Süddeutschen Zeitung: "Diesen Konflikt muss die Bundesregierung entscheiden". Der Innenexperte der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), sagte, Leutheussers Vorschläge hätten "keinerlei Chance" auf Umsetzung. De Maizière müsse seine Vorstellungen "mit allem Nachdruck" vorbringen. Leutheusser hat nach Angaben aus FDP-Kreisen die Unterstützung ihrer Bundestagsfraktion und auch die von Parteichef Guido Westerwelle. Der Streit wird auch Thema im Koalitionsausschuss am Donnerstag.
Auch die Innenminister der Länder lehnten Leutheussers Konzept ab. "Das von der Bundesjustizministerin ins Spiel gebrachte Quick Freeze-Verfahren hilft im Kampf gegen Kinderpornografie und organisierte Kriminalität nicht weiter", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hessens Minister Boris Rhein (CDU), der SZ. Die Ministerin solle die europäischen Vorgaben umsetzen statt "kostbare Aufklärungszeit verstreichen zu lassen um ungeeignete Vorschläge zu unterbreiten".
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(SZ vom 18.01.2011/cag)
Szene München
träume ich manchmal davon,. einfach FDP zu wählen. Aber es geht nicht,
Leuthheuser Schnatterberger hat sich in die falsche Partei verirrt!
Die CDU versucht wieder den Bürger zum noch nicht Verdächtigen zu machen!
Die sind eh nicht mehr lange im Amt!Bis zur neuen Regierung kann sie sich ja neu parteipolitisch orientieren!
Lob aus Brüssel für den Leutheusser-Ansatz
Innerhalb der Koalition ist ihre Position stark umstritten, aus Brüssel aber erhält Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Unterstützung für ihren alternativen Ansatz zur Vorratsdatenspeicherung. Kein Wunder: Auch dort steht die Regelung auf der Kippe.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,740109,00.html#ref=rss?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter
Das zukünftige politische System, sieht in keiner Weise die Beteiligung des Volkes an der Staatsgewalt vor darum ist de Maizière (CDU) und Merkel (CDU)bestrebt wie einst in der DDR eine Autokratie als Staatsform in der Bundesrepublik ein zu Führen.
Alleinherrschaft ist an keine Rechtsnorm Verfassung und GG gebunden unliebsame Zeitgenossen kann man durch Vorratsdatenspeicherung schon im Vorfeld isolieren.
Tunesien ist im Begriff den totalitären Polizeistaat, der für Folter Mord Dauerüberwachung Einschränkungen der Pressefreiheit und Verfolgung anders denkender verantwortlich ist, ab zu Schaffen und in Deutschland will man per du ihn wieder einführen es ist absurd.
Die Begründungen dafür sind ungeheuerlich und an den Haaren herbei gezogen.
Nur unwissende Beführworten einen Totalitären Polizeistaat.
Fast kommt es einem so vor, daß das Thema jetzt wieder von der Union aufs Tablett gebracht wird, damit die fdP etwas hat, womit sie sich für die anstehenden Wahlen profilieren kann, damit sie nicht ganz abrutscht und die Koalition gefährdet.
Wer keinen Polizei- und Überwachungsstaat will, sorgt am besten dafür, daß die Unionsparteien nicht mehr weiterregieren können. Die Abwahl der fdP ist dafür eine gute Möglichkeit. Es ist ja nicht so, daß die fdP die Partei der Bürgerrechte wäre. Das sind nur einzelne Privatpersonen wie Schnarrenberger und Baum.
Kann Ihnen nur beipflichten und hoffe dass Frau Schnarrenberger standhaft bleibt.
Thomas de Maizière (CDU) und Merkel (CDU)sind die Verfechter der totalen Schnüffeleien und dem muss endlich Einhalt geboten werden.
Es muss endlich diesen Genossen der Vergangenheit klar gemacht werden das dieser totalitärer Staat DDR nicht mehr existiert und der Souverän gegen einen Polizeistaat ist.
Es lebe Frau Leutheusser-Schnarrenberger Ministerin der Justiz Gegnerin der Datenspeicherung eines Volkes!!!!
Frau Schnarrenberger übernehmen sie auch gleich den Vorsitz der FDP und bringen Sie diese Partei wieder auf Vordermann.
Paging