Die Außenminister von EU und Nato haben sich am Donnerstagabend in Brüssel auf eine gemeinsame Linie beim zukünftigen Einsatz der Kfor-Schutztruppe im Kosovo verständigt.
Die Außenminister von Nato und EU haben nach einem Treffen in Brüssel die Notwendigkeit eines einmütigen Vorgehens im Konflikt um die abtrünnige serbische Provinz Kosovo betont. Dies sagte der belgische Außenminister Karel De Gucht in der Nacht zum Freitag. "Alle haben unterstrichen, dass wir wenigstens innerhalb der EU einen Konsens brauchen, um nicht die Kontrolle über die Lage zu verlieren", sagte er.
Anzeige
Die Nato-geführte Schutztruppe werde unabhängig vom Status der Krisen-Provinz in der derzeitigen Soldatenstärke vor Ort bleiben, sagte der belgische Außenminister Karel de Gucht vor Journalisten.
Außerdem habe Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer deutlich gemacht, dass im Falle möglicher Unruhen zusätzliche Truppen bereit gestellt würden. Derzeit sind im Konsovo rund 17.000 Soldaten der Kfor-Truppe im Einsatz.
Die Nato-Außenminister beraten an diesem Freitag über die Folgen der erwarteten Unabhängigkeitserklärung des Kosovo. Am Montag endet formal die Frist für Verhandlungen zwischen Serben und Kosovaren über den künftigen Status der abtrünnigen Provinz, die Gespräche gelten aber bereits jetzt als gescheitert.
Politiker und Diplomaten haben in der Vergangenheit für den Fall eines Scheiterns immer wieder vor Unruhen und gewaltsamen Zwischenfällen gewarnt. Das Kosovo will sich nach acht Jahren unter Verwaltung der Vereinten Nationen von Serbien abspalten.
(AFP/dpa/grc)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS