Der amerikanische Präsident hält an seinem Widerstand gegen das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung von Treibhausgasen fest. Zwar akzeptiert er inzwischen, dass es einen Klimawandel gebe. Doch statt Selbstverpflichtungen glaubt er, neue Technologien könnten das Klima effektiver schützen.
In einem Interview mit dem britischen TV-Sender ITV1, das am Montagabend ausgestrahlt werden sollte, sagte Bush, er werde sich bei dem G8-Treffen nicht zu einer rechtlich bindenden Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen verpflichten, wie sie im Klimaschutzprotokoll von Kyoto vorgesehen ist. Der Klimawandel ist neben der Armut in der Dritten Welt das wichtigste Thema des G8-Gipfels.
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George W. Bush (© Foto: Reuters)
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Wie der Sender weiter mitteilte, deutete der US-Präsident jedoch Zugeständnisse bei der Bewertung der Ursachen für die Erderwärmung an. So habe Bush den Klimawandel als "bedeutendes, langfristiges Problem" bezeichnet, "mit dem man umgehen muss" und für das die Menschen in einem "gewissen Ausmaß" verantwortlich seien.
Bush habe in dem Interview ferner deutlich gemacht, dass er in der Entwicklung neuer Technologien den Schlüssel zur Bekämpfung der Klimaerwärmung sehe. Er glaube, dass auch der britische Premierminister bereit sei, "über das Kyoto-Protokoll hinauszugehen", und auf neue Methoden zum CO2-Abbau anstelle von weiteren Reglementierungen setze, sagte Bush.
(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP)
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