Vor Eröffnung der Winterspiele Identität der Attentäter von Wolgograd enthüllt

Schon seit Dezember wissen die Behörden, wer die Selbstmordanschläge in der Nähe von Sotschi verübt hat, doch erst jetzt machen sie die Namen der Attentäter öffentlich - eine Woche vor Beginn der Winterspiele.

Zwei Explosionen, 34 Tote - die Selbstmordanschläge von Wolgograd im Dezember letzten Jahres hatten die Sicherheit in Russland infrage gestellt. Und das nur wenige Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi. Nun haben die Behörden die Identität der beiden mutmaßlichen Attentäter enthüllt: Die Selbstmordanschläge seien von Asker Samedow und Suleiman Magomedow, zwei Mitgliedern einer islamistischen Gruppierung aus Bujnaksk im Nordkaukasus verübt worden, teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee mit.

Die Identifizierung sei schon kurz nach den Anschlägen Ende Dezember gelungen, wegen laufender Ermittlungen aber nicht öffentlich gemacht worden. Bei den Anschlägen in der südrussischen Stadt wurden 34 Menschen getötet.

Inzwischen seien in Dagestan zwei Brüder festgenommen worden, die den beiden Selbstmordattentätern dabei geholfen hätten, nach Wolgograd zu kommen, erklärte das Komitee weiter. Die Namen der Festgenommenen wurden mit Magomednabi und Tagir Batirow angegeben.

Mehrere Anschlagsdrohungen

Kurz nach den Anschlägen waren im Internet neue Anschlagsdrohungen aufgetaucht. In einem Dschihadistenforum war Anfang Januar ein Video abrufbar, auf dem die mutmaßlichen Attentäter von Wolgograd mit Anschlägen auf die Olympischen Spiele in Sotschi im Februar drohen. In dem 49-minütigen Video wird dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit "Rache für das vergossene Blut von Muslimen" gedroht.

Die Olympischen Spiele finden vom 7. bis zum 23. Februar statt, anschließend werden in Sotschi vom 7. bis zum 16. März die Paralympics abgehalten. Für die Gesamtdauer der Spiele wurden verschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Insgesamt sollen etwa 37.000 Polizisten und Soldaten das Sportereignis absichern.