Die Gefahr des islamischen Extremismus zu bezwingen, ist die Sicherheits-Herausforderung unserer Zeit. Irak ist in diesem Krieg die vorderste Front. Die Koalitionstruppen haben die Sicherheitslage deutlich verbessert, sodass eine Stabilität herrscht, die erforderlich für den politischen Fortschritt ist. Deshalb bin ich gegen einen willkürlichen Zeitplan zum Abzug der US-Truppen.
Anzeige
In Afghanistan erstarken die Taliban. Das Land ist in Gefahr, wieder die Rolle einzunehmen, die es früher gespielt hat, als es Terroristen mit globalen Ambitionen einen Zufluchtsort geboten hat.
Die Nato muss eine Reihe von Schritten einleiten, um uns auf die Erfolgsspur zurückzubringen. Dazu gehört, die Truppen aufzustocken und sie nicht länger Beschränkungen zu unterwerfen, wann und wie sie eingesetzt werden können.
Die Ausbildung und Ausstattung der afghanischen Armee muss verbessert werden und es müssen mehr Polizeiausbilder entsandt werden. Auch müssen wir die lähmenden Mängel bei der Reform der Justiz, dem Wiederaufbau, der Regierungsführung und Antikorruptions-Maßnahmen angehen.
Partnerschaft mit Pakistan
Europa und Amerika könnten mit Pakistan eine auf lange Sicht angelegte politische und ökonomische Partnerschaft eingehen. Das würde Pakistans Fähigkeit verbessern, gegen sichere Rückzugsorte von Aufständischen vorzugehen, es würde die Kinder hinein in Schulen und heraus aus den extremistischen Koranschulen bringen und die Moderaten in Pakistan unterstützen. Wir müssen weiterhin mit der pakistanischen Regierung zusammenarbeiten, um die Camps der Taliban und al-Qaida in den Grenzregionen des Landes auszuheben.
Iran, der größte Terror-Unterstützer der Welt, führt die Anreicherung von Uran und die Entwicklung von Langstreckenraketen fort. Zudem unterstützt es gewalttätige Extremisten im Libanon und im Irak. Geschützt durch ein nukleares Abschreckungsmittel wäre Iran noch mehr bereit und in der Lage, terroristische Angriffe zu unterstützen oder Nuklearmaterial an ein verbündetes Terrornetzwerk weiterzugeben.
Wenn die UN nicht bereit sind, schärfere politische und ökonomische Sanktionen zu verhängen, müssen die USA und die europäischen Partner eine Gruppe gleichgesinnter Länder anführen, um effektive multilaterale Sanktionen außerhalb der UN zu verhängen. Ein militärisches Eingreifen, immer als letztes Mittel, muss als Option auf dem Tisch bleiben: Teheran muss begreifen, dass es eine Machtprobe mit der Welt nicht gewinnen kann.
Amerika und Europa müssen die demokratische Solidarität beleben, die den Westen während des Kalten Krieges vereint hat, um die Herausforderungen dieses Jahrhunderts zu meistern. Amerikas Führungsrolle ist wichtig.
Aber um ein guter Anführer zu sein, muss es ein guter Verbündeter sein - bereit, seine Partner zu überzeugen und auch sich selbst überzeugen zu lassen. Wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, werde ich Amerikas globale Führungsrolle wiederbeleben, unsere moralische Glaubwürdigkeit wiederherstellen und daran arbeiten, die demokratische Solidarität des Westens zu erneuern, um die Möglichkeiten zu ergreifen und die Herausforderungen des neuen Jahrhunderts durch gemeinsames Handeln anzugehen.
John McCain ist Senator des US-Bundesstaates Arizona und Präsidentschaftsbewerber der Republikanischen Partei.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
Die Nuba: Leni Riefenstahls Bilder machten sie einst bekannt. Heute sucht das Volk aus Sudan Schutz in Höhlen und Felsspalten – vor den Bomben des Regimes in Khartum. Ein Frontbericht. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 8.2.2008/bavo)
Urteil am Bundesverfassungsgericht
Lohnzettel auf Facebook
Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
@verleihnix1: etwas direkt, aber trotzdem ein guter Kommentar. Sie treffen den Nagel auf den Kopf
Diese Spruchweisheit kam mir in den Sinn, nachdem ich den Beitrag des alten "kalten Kriegers" McCain gelesen hatte.
Bush und Gheney waren -und sind noch immer- schlimm für die USA und den gesamten Westen; die Schäden, die diese Beiden weltweit, besonders für ihr eigenes Land in den vergangenen 7 Jahren angerichtet haben, sind vermutlich nie mehr und von keinem anderen Präsidenten zu heilen.
ABER dieser McCain würde die nachhaltig folgenschwere Politik seines direkten Vorgängers sogar noch übertreffen, sollte er der nächst Präsident werden!
Seine Ansichten zum "Konfliktkurs des revanchistischen Russland", das es doch tatsächlich wagt, sich gegen amerikanische Raketenstellungen an seinen Grenzen auszusprechen, ist dafür bereits Hinweis genug.
Noch schlimmer, allerdings in bester Tradition mit seinem Vorgänger sowie in engster Übereinstimmung besonders mit Scharon und anderen, besonders amerikanisch- jüdischen Scharfmachern, sind seine Ansichten zum IRAN und zur UNO nach dem einfachen Strickmuster kalter Krieger "Bist Du nicht willig, dann brauch ich Gewalt"!
Ein Hoch -in vorauseilendem Gehorchsam, dem sich zu befleissigen im inzwischen weitgehend realisierten ORWELLschen Reich für die persönliche Unversehrtheit immer wichtiger wird!- auf McCains UNO-Ersatz, die "Liga der Demokratien" und deren weltweit aktive NATO-Armee!
Schliesslich sind beide Instrumente Voraussetzung für künftige Präventivkriege nach dem Muster des Irak-Überfalls der Pax Americana !
Soviel Extremismus mit so wenigen Worten wie in diesem Artikel eines potentiellen US-Präsidenten war m.W. noch nie. Die Menschheit , besonders aber friedliebende Westler, sollten sich schnellstens "warm anziehen".
Meinten sie mich?
Vielen Dank für die Blumen!
Always good to be different than the rest ;).
drmartin , der hier nicht mehr publiziert , haben wir jetzt offenbar einen Neuzugang der Sparte "Feinsinniges , leicht gönnerhaftes , aber stets konstruktives Politikverstehergesülze " . Wem's bekommt ...!
Danke für die Reply. Ich wollte halt gern eine wirkliche Diskussion zu diesem Artikel sehen, und nicht nur die vorgefertigten Statements :).
Zu Russland: Sicher ein komplexes Thema, aber es ist leider so, dass unter Putin es sich eher in Richtung "gelenkter Demokratie" entwickelt (ähnlich wie China) und langsam eine Gegenposition zumindest gegen die USA bezieht. Ich glaube nicht, dass ein anderer am. President das anders sehen würde und auch entsprechend reagieren muss. Natürlich kann man Russland aber nicht einfach ignorieren, und dass wird sich auch kein President leisten können. Ich sehe die Thesen eher so, dass Mr McCain vorschlägt, eher mit demokratischen Staaten ein Bündnis zu bilden, was einleuchten, wenn man bedenkt, dass wir viele gemeinsame Interessen haben
Ich bin auch deutscher Wähler, aber ich denke, dass wir ein wenig realistisch sein sollten. Die USA sind derzeit die größte Macht. China und Indien holen auf, Europa könnte es vielleicht, wenn wir uns mal einig wären. Als US-amerikanischer Politiker (zumal im Wahlkampf) wird Mr McCain immer desen Vormachtanspruch verteidigen, aber das war ei Teil des Artikels, der mir auch nicht so gut gefallen hat :).
Zum Krankenversicherungssystem weiss ich leider nur, dass es da drüber Probleme gibt, und das beide demokratische Bewerber Pläne für eine umfassende Versicherung haben. Allerdings ist das eher ein aussenpolitischer Beitrag, wesweger er wahrscheinlich komplett auf die Innenpolitik verzichten hat (zur Immigrations-, Forschungs- oder Bildungspolitik findet sich ja auch nichts). Welche Postion Mr McCain in dieser Frage hat, weiss ich nicht.
Paging