Die Umfragen sprechen eine deutliche Sprache: Die Mehrheit der Hessen will Roland Koch erneut als Ministerpräsidenten - mit der FDP hätte er eine stabile Mehrheit.

Eineinhalb Wochen vor den Neuwahlen in Hessen liegen CDU und FDP einer neuen Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter klar vorn. Nach einer Infratest-dimap-Umfrage für die ARD-"Tagesthemen" kommt die CDU auf 42 Prozent, die Liberalen auf 13 Prozent. Die SPD liegt dagegen nur bei 24 Prozent. Für die Grünen würden sich 13 Prozent entscheiden, für die Linken fünf Prozent.

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Roland Koch am 8. Januar bei einem Wahlkampfauftritt in Hessisch Lichtenau (© Foto: dpa)

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Eine schwarz-gelbe Koalition bezeichneten 53 Prozent der Befragten als gut oder sehr gut. Ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken werteten dagegen nur 19 Prozent als gut oder sehr gut.

Zwar haben beide großen Parteien gegenüber dem vergangenen Dezember je einen Prozentpunkt zulegen können. Allerdings verbessert sich die Union gegenüber dem Wahlergebnis des Jahres 2008 um mehr als fünf Prozentpunkte, während die SPD derzeit um mehr als zwölf Prozentpunkte unter ihrem damaligen Ergebnis liegt.

Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würde Amtsinhaber Roland Koch (CDU) deutlich besser abschneiden als sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel. Nach den Ergebnissen der Umfrage würden sich 48 Prozent der Befragten für Amtsinhaber Roland Koch entscheiden, wenn sie den Ministerpräsident direkt wählen könnten. Seinen SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel würden 36 Prozent der Befragten wählen.

Mehr als zwei Drittel der Hessen (68 Prozent) halten die SPD nach den Ereignissen des vergangenen Jahres für nicht mehr glaubwürdig. 52 Prozent sind gegen eine Ablösung von Ministerpräsident Koch. Nur 31 Prozent der Hessen sind dagegen der Meinung, dass Thorsten Schäfer-Gümbel das Format hat, ein guter Ministerpräsident zu werden.

Für die Umfrage wurden von Montag bis Mittwoch 1000 Wahlberechtigte in Hessen befragt. Neuwahlen waren notwendig geworden, weil Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti zwei Mal mit der Bildung einer von den Linken tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung gescheitert war. Vier SPD-Abgeordnete hatten sich geweigert, Ypsilanti zur Ministerpräsidentin zu wählen. Zum Spitzenkandidaten kürte die SPD nach dem gescheiterten Machtwechsel den Landtagsabgeordneten Schäfer-Gümbel.

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(AFP/AP/ihe)