Sven Giegold soll für die Öko-Partei ins Europaparlament. Doch über den Listenplatz des Parteigranden Cohn-Bendit wird weiter gerätselt.
Weil die Grünen bald entscheiden müssen, mit wem sie nächstes Jahr in die Europawahl ziehen, fällt so manchem das Wort vom "Kindergarten" wieder ein. Mit dieser Vokabel hatte der grüne Ober-Europäer Daniel Cohn-Bendit vergangenes Jahr den Göttinger Sonderparteitag der Grünen belegt, weil die Delegierten dem militärischem Einsatz in Afghanistan nicht mehr folgen mochten. Der Ärger der Parteilinken war groß, und er ist bis heute nicht wirklich verraucht. Zu ihrem Verdruss haftet einer erneuten Spitzenkandidatur des ungeliebten Europaveteranen dennoch etwas beinahe Unausweichliches an. An Alternativen zu Cohn-Bendit mangelt es.
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Will für die Grünen ins Europaparlament: Attac-Mitbegründer Sven Giegold (© Foto: AP)
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Zwar zieht es auch Noch-Parteichef Reinhard Bütikofer ins Europaparlament. Doch den Anspruch auf die männliche Spitzenkandidatur nach der als ziemlich sicher gesetzten Rebecca Harms will er Cohn-Bendit nicht streitig machen - trägt dieser doch das bekannteste grüne Gesicht in Europa. Wenn Cohn-Bendit das wünscht, so kann er also wohl wieder Platz zwei auf der grünen Europaliste belegen. Nur: Will er? Das weiß er bisher offenbar nicht einmal selbst. Der Veteran der Pariser 68er-Revolte sondiert nämlich gerade auch in Frankreich. Dort könnte er eine parteiübergreifende Öko-Liste anführen, freilich mit ungewissem Erfolg. Im Januar wollen die Grünen ihre Europaliste beschließen - mehrere Monate zuvor wird Cohn-Bendit zwischen Deutschland und Frankreich gewählt haben müssen.
Bis dahin wird um jene Listenplätze gerungen, die etwas weiter unten liegen. Mehrere Grüne verlassen das Europaparlament, Cem Özdemir etwa, der Bundesvorsitzender und Bundestagsabgeordneter werden will. Der Abgeordnete Milan Horacek wiederum zögert aus gesundheitlichen Gründen mit einer Kandidatur und liebäugelt zudem damit, sich diesmal für die tschechischen Grünen zu bewerben.
Platz genug also, um neue Kräfte ins Spiel zu bringen. Einen kleinen Coup in dieser Hinsicht haben die nordrhein-westfälischen Grünen ausgeheckt. Sie haben Sven Giegold, einen der bekanntesten Globalisierungskritiker Deutschlands für eine Europa-Kandidatur gewonnen. Giegold ist einer der Mitbegründer von Attac in Deutschland und war bisher nicht Mitglied der Partei. "Die Grünen sind meine natürliche politische Heimat", sagte er am Montag der Süddeutschen Zeitung und bestätigte die Bewerbung für das Europaparlament, die er mit einem Parteieintritt verbindet. Als Attac-Aktivist habe er Wert auf eine gewisse Parteiferne legen müssen, er identifiziere sich aber in Fragen der Ökologie und der globalen Gerechtigkeit mit den Grünen.
Als "sehr gutes Zeichen für unsere grüne Offenheit und Attraktivität" bezeichnete Grünen-Vorstandsmitglied Malte Spitz die Bewerbung Giegolds. "Mit einer starken grünen Europaliste, für die auch Menschen von außerhalb der Grünen Partei kandidieren, sind wir gut für den Europawahlkampf gewappnet", versicherte er. Auf einem Landesparteitag soll Giegold am 14. September das Votum der NRW-Grünen erhalten. Die Landesvorsitzenden Arndt Klocke und Daniela Schneckenburger loben die beabsichtigte Kandidatur Giegolds aber schon jetzt als Beweis der "Offenheit der Grünen zu Nichtregierungsorganisationen und außerparlamentarischen Bewegungen". Das hätte, früher einmal, nach Werbung für Cohn-Bendit geklungen.
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(SZ vom 26.08.08/vb)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
m Besten gefallen mir festgefahrene Meinungen und Vorurteile, also Stillstand. Da weiß man wenigstens wen man vor sich hat. Ist aber nicht schlimm, schließlich sind wir über 80 Millionen Bürger in Deutschland. Übrigens fühle ich mich durch Homosexualität nicht bedroht, weil ich akzeptiere, dass das eben so ist und diejenigen ja nichts dafür können.
Zu den öffentlichen Veranstaltungen habe ich mich schon geäußert
Möchte aber das ursprüngliche Thema nicht mit privaten Ansichten zwischen uns nicht länger blockieren.
Dowanda: Manches was Sie schreiben ist durchaus richtig, aber eben auch vieles falsch aus meiner Sicht. Ich beton aus meiner Sicht, da ich das Thema, also Inhalte, Ansichten und die Kampagne insgesamt verfolgt habe. Es ist nicht wesentlich, wenn eine Mensch, in diesem Fall eine Frau nicht Ihren Vorstellungen entspricht. Niemand kommt perfekt auf diese Welt, wichtig ist nur das man aus dem Leben lernt und seine Schlüsse zieht. Die Biographie zur Hand zu nehmen um E.H. deswegen zu verurteilen ist sicher die einfachste Sache. Sich mit den Themen bzw. Anliegen objektiv zu befassen ist mit Vorurteilen sicher für Sie schwer. Irgendwie glaube ich darin zu sehen, dass Ihre Großtante doch recht hat. Es komt eben nur auf die Sicht an.
Irgendwie gehts hier auch garnicht so sehr darum, ob Frau Hermann ganz prima oder ganz schlimm ist. In der DDR hat auch fast jede Frau gearbeitet und wir Kinder waren alle im Kindergarten. War auch ganz ok, ich zumindest war im Kindergarten durchaus zufrieden. Zum Glück gabs da kein Gender Mainstreaming und man konnte normal aufwachsen und sein was man ist.
Sogar "Autobahn" durfte man sagen, ohne dass landesweit Leute wegen akuter Empörung ins Koma fielen.
Ich wollte mit dem Hinweis auf Herrn Cohn-Bendit nur mal ne Info in die Runde werfen, die zum besseren Verständnis heutiger Entwicklungen beitragen könnte.
Die einzige Vorbildung, die man bei Eva Herman braucht, ist die Biographie der Frau zu kennen. Es wäre mir nämlich wurscht, wenn jemand seine Meinung zu Familie, Kinderkriegen und Rollenbildern sagt und diese mir nicht passt. Dann denke ich mir "Gut, ich muss es ja nicht lesen." Die Vergleiche mit den Nazis sind sicherlich unglücklich, aber journalistisch recherchierend ist sie ja noch nie aufgefallen. Und Nachrichtentexte abzulesen hat leider nichts mit Geist und Klugheit zu tun. Andererseits ist dieses Thema auch bewusst hochgepusht worden um Eva Hermann zu bashen und andererseits damit ein paar andere Faserschmeichler wie Johannes B. Kerner mit guten Quoten dastehen konnten. Dafür hat sich ja ihr Buch umso besser verkauft. Alle Seiten haben also profitiert.
Was mir allerdings nicht wurscht ist, ist für wie dumm diese Frau ihre Leser verkauft -und wieviele ihr nachrennen!
Bis vor kurzem und vor den Kündigungen von Seiten des NDR (zuerst Tagesschau, dann Herman & Tietjen-Talkshow) hat sie nämlich nichts, aber auch gar nichts von dem gelebt was sie da schreibt.
Entschuldigung, aber ich bin einfach nicht blöd genug zu glauben, dass jemand die Supermama sein soll, die immer für ihre Kinder da ist und sich darüber dann auch noch schreibend auslässt, wenn man gleichzeitig ein Auge auf diese Daten wirft:
Geburt des Sohnes 1997
Tagesschausprecherin von 1989 bis 2006
Moderatorin DAS von 1995 bis 1999
Moderatorin NDR Quiz "Wer hats gesehen" von 2003 bis 2006
Moderatorin Herman & Tietjen von 1999 bis 2007
Roman "Dann kamst Du" 2001
Veröffentlichung: Buch Eva-Prinzip 2006
Buch Liebe Eva Herman 2007
Wie einfach kann denn bitte des Lesers' Gemüt sein der glaubt, dass Herman all diese Aktivitäten ohne Fremdbetreuung und mit 100%iger Anwesenheit inkl. aufopfernder Mutterschaft hat absolvieren können?! Diese Frau macht Geld mit einer vorgeschützten Authenzität und einer Biograpghie, die keinen einzigen Tag ihres Lebens die ihre war. Und die Leute rennen ihr nach und machen eine Säulenheilige der Aufrechten aus ihr. Ich frag mich wirklich, wie man so jemandem auf den Leim gehen kann.
Aber wie meine Grosstante selig immer meinte: Gegen die Dummheit haben sie noch kein Kraut gefunden.
"Zu Herman gehört etwas Vorbildung"
Na ja, zu vielen Themen bedarf es Vorbildung, zu E. Herman bestimmt nicht.
Und Homosexualität wird auch nicht als das einzig Wahre dargestellt, das sehen möglicherweise die Menschen so, die in der Entwicklung eine Gefahr sehen oder sich von Homosexualität "bedroht" fühlen. Diese Menschen sehen dann auch gerne mal einen Christopher Street Day als gefährliche Aktivität, die mehr schadet als nützt.
Zu E. Herman gehört natürlich etwas Vorbildung. Die vermisse ich bei Ihnen. Sonst würden Sie so etwas nicht schreiben. Da muss man nicht einml ein Anhänger von ihr sein.
Bei Homosexuellen sehe ich doch keine gefährliche Entwicklung, sondern bei dem Thema insgesamt. Also die mehr als übertriebene Darstellung. Sie sind eben von Natur so und daran läßt sich nichts ändern. Das nun aber unentwegt als das eigentlich Wahre darzustellen durch vielerlei (z.B. Christopher Street Day u.ä.) Aktivitäten schadet mehr als es nützt.
Welches anderes Geschwür was sich aus Ihrer Sicht entwickelt kann ich nicht mal ahnen.
Paging