Die Popularität des Regierungschefs hat durch den Schlulterschluss mit George W. Bush im Irak-Krieg zwar deutlich gelitten. Doch gegenüber dem Vorjahr hat er wieder Punkte gut gemacht - und Labour liegt in Umfragen vorne.
Die Briten wählen am 5. Mai ein neues Unterhaus. Diesen Termin kündigte Premierminister Tony Blair vor seinem Amtssitz in der Downing Street in London an.
Tony Blair, nicht unumstritten, aber wieder beliebt. (© Foto: Reuters)
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"Es steht viel auf dem Spiel" sagte der 51-jährige Regierungschef zu seiner "Mission für eine dritte Amtszeit".
Für den Fall seines Sieges versprach Blair, die "hart erkämpfte wirtschaftliche Stabilität" des Landes weiter zu festigen.
Treue zu USA als unterwürfig empfunden
Der Ausgang der Wahl hängt erfahrungsgemäß auch von der Beliebtheit des Regierungschefs ab. Als charismatischer und dynamischer Parteichef hatte Tony Blair seine Partei 1997 an die Macht gebracht und 2001 die Mehrheit deutlich ausbauen können.
Allerdings haben der Irak-Krieg und der Umgang der Regierung mit Geheimdienstmaterial den Premierminister erheblich unter Druck gebracht.
Seine Popularität nahm auch durch Blairs Treue zu US-Präsident George W. Bush Schaden, die von vielen als nahezu unterwürfig empfunden wurde.
Labour knapp vorne
Der Schulterschluss mit Washington hat zu dramatischen Spannungen innerhalb der Labour-Partei geführt. Einer ihrer Kandidaten für einen Parlamentssitz, Stephen Wilkinson, erklärte am Dienstag seinen Wechsel zu den Liberalen, der einzigen Partei, die den Krieg grundsätzlich ablehnte.
Gleichwohl scheine Blair das Gröbste überstanden zu haben, sagen Beobachter. Auf der Beliebtheitsskala hat er gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich Punkte gut gemacht. Und seit der erfolgreichen Parlamentswahl im Irak verstummt die Kritik an der Invasion zunehmend.
Nach verschiedenen aktuellen Umfragen kann Blair damit rechnen, ein drittes Mal in Folge als Sieger bei der Wahlen zum nationalen Parlament hervorzugehen.
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