Vor dem 4. Juli erhöht die US-Regierung die Sicherheitsvorkehrungen. Denkfabriken warnen vor den verheerenden Folgen von gezielten Anschlägen auf Häfen, Kraftwerke und Pipelines. Sie könnten Tausende Todesopfer zur Folge haben.
Die versuchten Terroranschläge von London und Glasgow haben die US-Behörden nervös werden lassen. In den Tagen um den Unabhängigkeitstag am 4. Juli steht das Land vor einer der größten Reisewellen des Jahres. Mehr als 41 Millionen Amerikaner werden in dieser Woche fliegen. Eine sofort verordnete Rundumüberwachung von Flughäfen, Bahnhöfen und Busterminals soll den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit geben.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Logan Airport in Boston. (© Foto: AP)
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Aber Sorge bereiten in den USA auch andere Horrorszenarien: Wie lassen sich Anschläge auf Kreuzfahrtschiffe, Seehäfen sowie Industrie- und Ballungsgebiete verhindern, denen Tausende von Menschen zum Opfer fallen könnten?
Das Terrornetzwerk sei in der Lage, seine Strategien ständig zu erneuern, heißt es in einer Analyse des auf Terrorismus spezialisierten privaten Intel Centers vom Montag. Deshalb deute vieles darauf hin, dass künftig Autobomben- und Selbstmordanschläge mit nie da gewesenen Formen wie bei den Anschlägen vom 11. September 2001 vermischt werden könnten. Danach müssen sich auch Länder auf Anschläge einrichten, die bislang nicht betroffen waren.
Die vier bevorzugten Anschlagziele von Terroristen seien bislang öffentliche Plätze mit vielen Menschen, Einrichtungen der Regierung, Polizei und Armee sowie ausländische Bürger und Touristen. An fünfter Stelle stünden Anlagen der Ölindustrie. "Die Mehrheit der künftigen Anschläge wird wahrscheinlich zeitgleich mehrere Ziele treffen", heißt es.
Die zwei gefährlichsten Meilen der USA
Einen besonderen Gänsehauteffekt haben in den USA zwei Horrorszenarien ausgelöst. "Die zwei gefährlichsten Meilen Amerikas" lägen auf der Strecke von New Jersey in die Stadt New York, schreibt das US-Wissenschaftsmagazin Discover. Im Einzugsbereich liegen der Flughafen von Newark, ein Kraftwerk, Gas- und Ölpipelines, Chemieunternehmen sowie Passagier- und Frachtlinien.
Nach Schätzungen der US-Umweltschutzbehörde könnte ein Anschlag in den Dimensionen vom 11. September für zwölf Millionen Menschen im Umkreis von 20 Kilometern eine tödliche Gefahr bedeuten.
Die Rand Corporation, eine renommierte kalifornische Denkfabrik, hat das Szenarium für einen Mega-Anschlag auf den größten Hafen der USA in Long Beach südlich von Los Angeles durchgespielt. Sollte es beispielsweise Terroristen gelingen, einen Container mit Atomsprengstoff in den Hafen zu schmuggeln und dort explodieren zu lassen, würden bis zu 60 000 Menschen sofort sterben. Aus dem dicht bevölkerten Großraum müssten sechs Millionen Menschen in Sicherheit gebracht werden.
Selbst ein Terrorangriff mit Flugzeugen oder mit Sprengstoff beladenen Frachtschiffen auf den Hafen hätte verheerende Folgen. Die Raffinerien von Long Beach produzieren rund ein Drittel des Treibstoffes für die Westküste der USA. Darüber hinaus werden in Long Beach den Angaben zufolge rund 30 Prozent aller US-Importe von See abgewickelt.
Terroristen seien heute nicht nur Mitglieder von al-Qaida, sagt US-Heimatschutzminister Michael Chertoff. Sie gehörten oft Al-Qaida-Ablegern an, seien Sympathisanten oder Einheimische. Die USA sähen mit wachsender Sorge, wie sich immer mehr Europäer nach Asien zur Ausbildung in Lager absetzten und dann zurückkämen, um in Europa Anschläge auszuführen oder in die USA zu fliegen. "Im vergangenen Jahr ist Europa zu einer besonders gefährlichen Plattform geworden", sagt Chertoff. Deshalb müssten die USA ihre Sicherheitsvorkehrungen für den Reiseverkehr von Europa überwachen.
(Hans Dahne, dpa)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
funktioniert auch wieder hervorragend:
brown gründet einen nationalen sicherheitsrat. er selbst gibt sich den vorsitz.
erwartungen erfüllt? wink mit dem zaunpfahl erkannt?
na also: geht doch!
dürfen wir das nächste große Attentat in der usa erst nach der Präsidentenwahl erwarten.
Wenn die Attentäter wirklich fanatische Muslime wären die jede Gelegenheit nutzen um den Amis und Briten, besonders dem Blair und dem Bush, eine reinzuwürgen, dann hätten sie nicht gewartet und würden es bis dato nicht tun. Andererseits: wenn die Terroristen die Neocons sind die alles daran setzen die Amis und Briten im illegalen Angriffs- und Besatzungskrieg im Irak zu halten (um im Zuge der Wirren den Irak von Erdöl und Kunstschätzen zu befreien), dann konnten sie das Datum der aktuellen Anschläge nicht besser wählen.
Es liegt doch auf der Hand,dass alles Spekulation sein muss, ehe sich etwas (hoffentlich niemals) wirklich ereignet.Sollte man folglich lieber schweigen und keine Einschaeztungen mehr veroeffentlichen ,nur weil diese naturgemaess spekulativ sind ? Ist eine Vogel-Strauss-Haltung die bessere Alternative zur spekulativen Einschaetzung?
Wozu neue Anschläge, wenn der mächtigsten Nation auf Gottes Erde schon beim Gedanken an bärtige Männer die Knie schlottern? Container mit Atomsprengstoff....der Phantasie scheinen keine Grenzen gesetzt. Ich halte hier den Vorschlag von backfire für sehr praktikabel, wobei ich denke, dass auch über eine Reaktivierung von John Rambo nachgedacht werden müsste. Oder sollte man vielleicht einmal darüber Gedanken machen, warum wohl so viele Menschen auf der Welt unsere Freunde aus der neuen Welt nicht so recht mögen? Verständigung statt Krieg? Die Hoffnung stirbt zuletzt...
same procedure as every year, james...
Paging