Der Chef des Bundeskriminalamtes Ziercke hat militanten Globalisierungsgegnern vor dem G-8-Gipfel in Heiligendamm den Kampf angesagt - und dabei deutliche Worte gewählt.

"Wir müssen ausschließen, dass es zu Ausschreitungen und Anschlägen kommt und die Konferenz dadurch gestört wird", so der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) weiter gegenüber der Welt.

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Ziercke äußerte sich besorgt darüber, dass die Sicherheitsbehörden seit Anfang des Jahres eine verstärkte Zunahme von Straftaten aus einem linksextremistischen, militanten Umfeld in Deutschland registrierten. "Wir können nicht zulassen, dass sich diese Lageentwicklung weiter verschärft", sagte er.

Weiter sagte Ziercke: "Wer durch eine Vielzahl von Brandanschlägen gegen Häuser und Autos Angst und Schrecken verbreiten will und dabei nicht ausschließen kann, dass auch Menschen gefährdet werden, terrorisiert seine Mitmenschen." Er sehe aber "keinen Vergleich zur früheren RAF".

Geißler warnt

Der einstige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler sieht durch die Sicherheitsmaßnahmen zum G8-Gipfel in Heiligendamm das Demonstrationsrecht in Gefahr. Es sei zum Teil verständlich, dass sich der Umgang mit Protest nach den Anschlägen vom 11. September geändert habe, sagte Geißler dem Tagesspiegel.

"Man muss aber auch aufpassen, dass der Rechtsstaat nicht in einen Überwachungsstaat umkippt", mahnte Geißler. Er halte auch die Hausdurchsuchungen der vergangenen Woche für unverhältnismäßig.

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(dpa/AFP)