Der ukrainische Präsident beschuldigt indirekt den russischen Staat, ihn im Wahlkampf vor drei Jahren vergiftet zu haben. Es gebe nämlich weltweit nur drei Labors, die genau den Typ Dioxin herstellen, der damals im Spiel war.

Das sagte Juschtschenko in einem Interview mit Journalisten der BBC, der französischen Tageszeitung Le Figaro und anderer westlicher Medien.

Viktor Juschtschenko vor dem Giftanschlag (Archivbild von 2002) ... (© Foto: AP)

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Zwei Labors hätten nach dem Anschlag auf ihn Proben zur Verfügung gestellt, nicht aber das Labor in Russland. "Das grenzt die Ermittlungen ein", sagte der westlich orientierte Staatschef.

Die Ermittler hätten mittlerweile fast das ganze "Puzzle" beisammen, sagte Juschtschenko. Sie wüssten, wann, bei welcher Mahlzeit und wo er vergiftet wurde und hätten Hinweise auf drei "Schlüsselfiguren" in Russland, deren Auslieferung beantragt worden sei.

Er habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Dezember persönlich darauf angesprochen, trotzdem sei nichts passiert, die drei Personen seien nicht ausgeliefert worden. "Ich bin fest überzeugt, dass die Tatsachen bewiesen werden, wenn diese Personen verhört worden sind", sagte Juschtschenko.

Auf die Frage, ob er glaube, dass der russische Staat für den Giftanschlag verantwortlich sei, antwortete Juschtschenko, dass dahinter jedenfalls keine Privatperson stecke.

Russland hat bisher immer bestritten, in den Giftanschlag verwickelt zu sein.

Juschtschenko war am 6. September 2004 mit einem Mal schwer erkrankt, als er gerade den Wahlkampf für die Präsidentschaft führte. Um das Amt bewarb sich auch der pro-russische heutige Regierungschef Viktor Janukowitsch.

Präsident Juschtschenko fliegt seit dem Anschlag regelmäßig zur Behandlung in die Schweiz; sein Gesicht ist durch das Gift mit Narben gezeichnet.

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(AFP/bbc.com)