BdV-Vize Schläger wünscht sich von Merkel im Streit um Erika Steinbach eine klare Aussage. Unionsfraktionschef Kauder fordert den Verband auf, Steinbach offiziell zu nominieren.
Der Bund der Vertriebenen hat Kanzlerin Angela Merkel aufgefordert, den Streit über die Nominierung von Erika Steinbach für den Beirat der Vertriebenenstiftung mit einem Machtwort zu beenden. BdV-Vizepräsident Albrecht Schläger sagte am Montag im Deutschlandfunk, Merkel müsse Außenminister Guido Westerwelle (FDP) dazu bewegen, der Entsendung Steinbach zuzustimmen, "wenn sie sich an das hält, was sie vor der Wahl gesagt hat". Einen Verzicht Steinbachs auf das Amt schloss er kategorisch aus.
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Angela Merkel und Erika Steinbach bei einer Veranstaltung im Jahr 2007. (© Foto: Reuters)
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Unionsfraktionschef Volker Kauder forderte den Verband auf, die Präsidentin offiziell für den Beirat zu benennen, um eine Entscheidung herbeizuführen. "Ich rate dem BdV zu nominieren, und dann werden wir sehen, ob es in dieser Regierung zu machen ist, ob die FDP bereit ist. Ich habe da Zweifel, aber das wird man dann sehen", sagte Kauder vor einer CDU-Präsidiumssitzung in Berlin.
Eines müsse in jedem Fall klar sein: "Es ist nicht an der Union, ob Frau Steinbach in das Gremium kommt, sondern es liegt an der FDP." BdV-Vizepräsident Schläger übte scharfe Kritik an Merkel. "Die Kanzlerin hat hier einen großen Fehler gemacht, indem sie diese Geschichte nicht in der Koalitionsvereinbarung angesprochen hat", sagte er. Vielleicht habe man es intern besprochen und gemerkt, "das ist schwierig, und wollte es aussitzen wie so oft. Das läuft jetzt eben dadurch leider falsch."
Merkels Aussagen vor der Wahl
Auf die Frage, ob Merkel nun ein Machtwort sprechen müsse, antwortete Schläger: "Irgendwie ja, zumal sie sich vor der Wahl eindeutig für Erika Steinbach ausgesprochen hat. Das haben wir schriftlich in den Wahlbrief-Steinen, die wir den Parteien zugeleitet hatten."
Bei der FDP dagegen habe man "damals schon gesehen hat, dass es kritisch wird, dass hier wahrscheinlich die Ansicht sich durchsetzt, es müsse ohne Steinbach gehen", sagte Schläger.
FDP-Chef Guido Westerwelle hat sich inzwischen bereiterklärt, mit dem Bund der Vertriebenen über die Nominierung von Erika Steinbach für den Beirat der Vertriebenenstiftung zu reden. "Ich habe noch nie ein Gespräch verweigert und werde das auch jetzt nicht tun", sagte der Außenminister in Berlin. Er betonte allerdings, er bleibe bei der bekannten ablehnenden Haltung gegen Steinbach als Mitglied im Präsidium der Stiftung.
Westerwelle machte deutlich, das Recht der Entscheidung liege bei der Bundesregierung. Der BdV habe lediglich das Recht der Nominierung. Erst wenn der BdV die Nominierung vorgenommen habe, werde die Bundesregierung entscheiden.
Seine Aufgabe sei es, dafür zu sorgen, dass die außenpolitischen Beziehungen zu den Nachbarn nicht erschwert oder sogar verletzt würden, sagte der Außenminister. Wie schon sein Vorgänger Frank-Walter Steinmeier (SPD) lehnt Westerwelle die Berufung Steinbachs mit Rücksicht auf Kritik aus Polen ab. Westerwelles erste Reise als Außenminister hatte ihn nach Polen geführt.
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(AP/dpa/mati/liv)
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Nach der Erfahrung von Sep'38 und März '39 mit dem Einmarsch D's in Prag sollte noch jemand mit D verhandeln??
Nicht Ihr Ernst, oder?
Das Problem ist, Sie suchen sich aus dem Zusammenhang gerissene Zitate von poln. und engl. Seite, die allerdings nur Absichtsbekundungen Einzelner waren und nie in die Tat umgesetzt wurden.
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Und dann holen Sie bis 1848 aus. Soll ich Ihnen die gesammelten Hassreden seit Ludwig Fichte und vermehrt seit den 1860ern gegen die Slawen und speziell die Polen zusammenstellen?
Und wer hat dann wen unterdrückt bis 1918? Schon mal was von den Hakatisten, deutschnationalen Polenhassern gehört? Und von einer ganzen Latte antipolnischer Gesetzgebung?
Sie lassen penetrant den deutschen, weit größeren Teil an Benachteiligung, Unterdrückung und Gewalt aus.
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Nur zu klar, dass das mehrheitlich polnische Posen 1919 an Polen gehen sollte (au. dt. Randgebiete im Westen). Der Korridor war zugesagt und da gab es Ungerechtigkeiten, aber teils unvermeidbare, bei der Gemengelage der Ethnien. Die Aufteilung im Industriebezirk OSL war auch nicht ganz gerecht, aber im Ggs. zu Ihnen veremrke ich solches ohne derartige Verzerrungen, wie Sie das tun.
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Lachhaft, dass Sie mich als Polen verorten. Ich bin bloß ein Deutscher, der Ihrereins Geschichtsklitterung schlicht nicht erträgt. Das zeigt Ihre Horizont, der nur national aufteilen kann.
Genau, bösartige, deutschenhassende Briten bearbeiteten die Polen, nicht mit Hitler-D. zu verhandeln trafen aber bei ebenso deutschenhassenden Riz-Smygli u. Beck Jozef auf empfangsbereite Hörer und Ansichten! Kein Wort von Ihnen zu den poln. Ausschreitungen gegen "Korridor-Deutsche" in den Jahren 1919-1939, kein Wort von der einen Million Deutscher aus dem Korridor, die zwischen 1919 u.1933 ihre Heimat verlassen mußten, weil sie wirtschaftlich als "Minderheit" in Polen große Not litten! Kein Wort von der poln.-national. Hybris von 1936, "Polen auf der Landkarte bis Berlin u. Braunschweig" zu erweitern, kein Wort v. Ihnen zu der Kriegshetze des Außemministers Beck an die Franzosen v. 1935 u. 1937, Deutschland anzugreifen und sich von Polen dabei unterstützen zu lassen!
Die Annexion u. Vertreibung der Deutschen war schon 1848 auf dem Pan-Slawisten-
Kongreß in Prag - zeitgleich mit der Paulskirchenversammlung in Frankfrut - gefordert
worden mit der Losung: "Alle Deutschen westlich hinter die Linie Stettin-Triest!"
Ungeachtet des dt. Angriffs auf Polen und der Ermordung von Millionen ist es nach
dem Völkerrecht nicht gestattet, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, was glauben
Sie denn, warum man die Annexion zuerst "unter polnische Verwaltung stehend" und
die Vertreibung "Aussiedelung" genannt hat, weil das Völkerrecht oder die Statute
der neugegründeten UN dies 1945 in Potsdam gar nicht anders zuließen!
Bezüglich der Verhältnisse im Korridor oder Oberschlesien habe ich Ihnen sehr wohl
geantwortet, nur nehmen Sie die Fakten ja nicht zur Kenntnis! Ich bin deutsch-österr.
Patriot, sind Sie polnischer Patriot oder gar Nationalist?
Bösartige englische Unterwanderung des N.S-Apparates ließ unsere Wehrmacht nach Polen marschieren, veranlasste die massenhafte Ermordung von Ju.den und Polen, zwang uns ganz Westeuropa zu überfallen.
Sichersicher.
Und auf meine Darstellungen zu den Gebietsabtretungen müssen Sie auch nicht antworten. Ich kann schon verstehen, dass da bei Ihnen nur dünne, nebenbei übelriechende Luft rauskommt.
Dass Churchill ein Machtpolitker war und dass er es nie vergessen wollte, dass es - in seiner Sicht, aber nicht nur seiner - v.a. Deutschland war, das in den 1.WK hereintrieb, steht außer Frage.
Nur ist das zweitrangig, angesichts der vollzogenen, brutalen Gewalt, die seit '33 in, resp. seit '38 von D ausging.
Völlige Verschiebung des Ursache-Wirkungsprinzips Ihrerseits...
So ists schön, daß ihr geschichtspädagogischen Nachplapperer euch entlarvt, sachlich
nichts "drauf", gegen die Fakten - wie Churchill und viele andere Zeitzeugen sich
äußerten - nichts anzuführen wissen, aber dann die Keule des Rechtsextremismus
herausholen! Diese alte Leier wird irgendwann abgenützt sein, begreift ihr das denn
nicht? Ohne irgendeine Sympathie für Hitler und den Nationalsozialismus, nur auf
völlig frei zugängliche Fakten gestützt, ergibt sich ein Geschichtsbild, das der bisherigen
"Geschichtsumschreibung im Sinne der Siegermächte" widerspricht, nicht der Revisi=
onismus hat die Geschichte umgeschrieben, sondern die Siegergeschichte, jetzt, nach
70 Jahren nach Ausbruch des 2. WKs und der Öffnung vieler, aber noch immer nicht aller
Archive der Siegermächte, beginnen sich die Nebel zu lichten, die deutsche "Geschichts=
pädagogen" auf Befehl der Siegermächte und in Loyalität zu deutschen Politikern gelegt
haben! SO langsam erfüllt sich das Postulat des dt. Mediävisten Professor Helmut Diwald
"Nach Öffnung aller alliierten Archive muß die Geschichte des Zweiten Weltkrieges neu
geschrieben werden!"
Sie irren sich, da nehmen sich die Polen- und die Israel-Threads nicht viel.
Aus dem, was man heute an Anspielungen in Israel-Threads lesen musste, könnte man mit nicht zu vielen kleinen Änderungen klassisch an.tis.emitische Texte des frühen 20.Jhs machen.
Und hier hört sich auch Einiges nach typischer Geschichtsverfälschung aus deutschnat.tionaler Ecke aus dunkelsten Zeiten an.
Das Forum kippt gewaltig.
Paging