Mindestens sechs Bundestags-Expertisen soll Guttenberg in seiner Doktorarbeit benutzt haben. Ohne Genehmigung, sagt Bundestagspräsident Lammert. Außerdem wird bekannt, dass ein mit dem Verteidigungsminister verbundenes Unternehmen die Uni Bayreuth unterstützte.
Der Ältestenrat des Bundestags hat es am Donnerstag abgelehnt, zu überprüfen, ob Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für seine Doktorarbeit den Wissenschaftlichen Dienst des Parlaments missbraucht hat. Nach Angaben eines Parlamentssprechers verhinderte die Koalitionsmehrheit in dem Gremium, dass über einen entsprechenden Antrag der SPD abgestimmt wurde. Die SPD will ihren Antrag in drei Wochen erneut stellen.
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Mindestens sechs Bundestags-Expertisen soll Guttenberg in seiner Doktorarbeit benutzt haben. Ohne Genehmigung, sagt Bundestagspräsident Norbert Lammert. (© ddp)
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Sie hatte verlangt, alle von Guttenberg in Auftrag gegebenen Arbeiten daraufhin zu überprüfen, ob sie in seine Dissertation eingeflossen sind. Untersucht werden solle auch, ob Guttenberg gegen das Urheberrecht des Bundestages verstoßen habe. Arbeiten des Wissenschaftlichen Dienstes dürfen nur mit Genehmigung des Bundestags veröffentlicht werden.
Bundestagspräsident Norbert Lammert teilte dem Ältestenrat nach Angaben eines Sprechers mit, dass Guttenberg insgesamt sechs Arbeiten des Wissenschaftlichen Dienstes verwendet habe. In keinem Fall habe dafür eine Genehmigung vorgelegen. Guttenberg selbst hatte am Mittwoch im Bundestag von vier Ausarbeitungen gesprochen. Lammert machte darauf aufmerksam, dass sich kaum ein Abgeordneter die Weiterverwendung von Gutachten genehmigen lasse. In den vergangen Jahren habe es bei jeweils mehr als 2000 Arbeiten des Wissenschaftlichen Dienstes zwischen drei und 21 Genehmigungen gegeben.
Unterdessen wurde bekannt, dass ein mit dem Minister verbundenes Unternehmen die Uni Bayreuth, an der Guttenberg promovierte, unterstützt hat. Die Rhön Klinikum AG bestätigte, dass sie zwischen 1999 und 2006 einen Lehrstuhl für Medizinmanagement mit 747764,36 Euro förderte. Guttenberg war von 1996 bis 2002 Mitglied im Aufsichtsrat der Firma, an der seine Familie bis dahin beteiligt war. Der Lehrstuhl ist an derselben Fakultät angesiedelt, an der Guttenberg studierte. Darin einen Zusammenhang zu sehen, sei "abenteuerlich", sagte ein Sprecher der AG. Am Dienstag hatte die Uni betont, es habe keine Spenden Guttenbergs gegeben. Am Donnerstag erklärte die Uni, die Lehrstuhl-Förderung sei kein "Sponsoring-Projekt" gewesen.
Der Entdecker der ersten Textduplikate in Guttenbergs Dissertation, der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano, kritisierte die Uni Bayreuth. Sie habe auf eine genauere Prüfung der Vorwürfe verzichtet, um sich möglichst lautlos des Problems zu entledigen. Guttenberg habe "systematisch verschleiert, plagiiert und getäuscht. Den Vorsatz kann man bei diesem intellektuellen Betrug dann im Grunde nur noch dadurch verneinen, dass man den Autor für unzurechnungsfähig erklärt", sagte er.
CSU-Chef Horst Seehofer sagte seine Teilnahme an der Vorstellung einer Guttenberg-Biographie ab. Er wolle, dass "wir ab sofort keine weiteren Debatten über die Sache führen".
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(SZ vom 25.02.2011/segi)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
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Aufstieg und Fall des Freiherrn
Eigentlich wollte ich nicht antworten, aber siehe Titel. Auch weil Sie relativ sachlich schreiben. Es hat Ihnen wenigstens ein bisschen gefallen. So zum Weitersagen etwa. Warum Sie über mein Weltbild entsetzt sind, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe einfach eine Meinung, genauso wie Sie und lasse mich niemals von einer Partei geistig einspannen. Ich kenne auch zu Guttenberg zu wenig, außer ab dem Tag wo er in die Regierung berufen wurde. Mein Bild ist aber insgesamt sehr positiv.
Eine sogenannte Kopf und Bauchentscheidung. Über meine Erziehung müssen Sie sich keinerlei Gedanken machen. Geboren, Taufe, Konfirmation und sehr lange Leine. Viel Toleranz, Herzensbildung, Verlässlichkeit, nicht Falsch, die Natur leibend und schützend von Kindesbeinen und alles ohne die scheinbar Grünen. Auch ganz schön weltoffen mit dem Wissen, dass es in allen Länder unterschiedliche Bildung und Benehmen gibt und ich insgesamt mit sehr viel Leuten ganz gut auskomme. Unter Diebstahl verstehe ich etwas ganz anderes. Er hat niemanden etwas weggenommen, höchstens mit oder ohne Vorsatz benutzt. Wir haben in Deutschland glaube ich jedenfalls jede Minute irgend ein Verbrechen und niemand kümmert sich darum. Die Polizei ist überlastet und die Gerichte halten sich streng an ihre Auslegungen. Man kann also jemanden umbringen und bekommt so um die 10 Jahre. Hier wird ein Palaver durch nicht zu wenige Foristen veranstaltet, als hätte zu Guttenberg sie alle in Hartz IV geschickt. Nachfolgend ein hübsches Zitat mit Autorangabe, also kein brutaler Diebstahl, wie es die Hasser Guttenbergs nennen.
"Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."
Bertolt Brecht (1898-1956)
"Wenn ich den Großteil der Beiträge mal analysiere, drückt Entsetzen über das Geschriebene nicht mal zart aus.Was haben solche Leute nur für eine Erziehung genossen. Das ganze Unglück drückt sich in ihren Kommentaren aus. Das ist kein Sozialneid, es ist Sozialhass. Herr zu Guttenberg hat keinem Einzigen nur ein Haar gekrümmt und diese Leute fallen über ihn her wie ein Heuschreckenschwarm. Für diese Leute kann man sich nur schämen. "
Interessanter Beitrag dietl. Den könnte ich eigentlich wortwörtlich auf die Guttilanti Verteidiger wie Sie und viper auch so schreiben. Wahnsinn oder?
Ich bin über das ambivalente Weltbild, das ich aus den Beiträgen der Verteidiger herauslese auch ziemlich entsetzt. Ich frage mich auch, was Sie für eine Erziehung genossen haben müssen, in der Diebstahl und Betrug offenbar als etwas Normales angesehen werden. Herr Guttenberg hat das geistige Eigentum von fast 20 Menschen gestohlen. So etwas als lässliche Sünde darzustellen, ja da kann man sich wirklich nur schämen...
Naja, eines steht mal fest, dieses durchlauchtigen Erziehungscred, dass man ab einem gewissen Vermögenstand über dem Gesetz steht, haben wir linksfaschistoiden, sozialhassgetränkten Gutmenschen noch nicht verinnerlicht.
Wenn Sie sich gerne von einem nichtsnutzigen Adligen belügen und veräppeln lassen wollen, dann ist das ihre freie Entscheidung. Aber der muss sich ja nicht jeder anschliessen.
Manche von uns kaufen sich ihre Meinung nicht morgens für ein paar Cent am BLÖD-Zetungsständer! :-))))
ERklär mir mal, wo du den Sozialneid siehst? Wer ist neidisch auf wen? Und wieso ist es SOZIALneid?
Wenn ich den Großteil der Beiträge mal analysiere, drückt Entsetzen über das Geschriebene nicht mal zart aus.Was haben solche Leute nur für eine Erziehung genossen. Das ganze Unglück drückt sich in ihren Kommentaren aus. Das ist kein Sozialneid, es ist Sozialhass. Herr zu Guttenberg hat keinem Einzigen nur ein Haar gekrümmt und diese Leute fallen über ihn her wie ein Heuschreckenschwarm. Für diese Leute kann man sich nur schämen.
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