In Argentinien haben Tausende Menschen die verstärkte Suche nach einem Kronzeugen gefordert. Jorge Julio Lopez war nach seiner Aussage in einem Folter-Prozess spurlos verschwunden.

In den argentinischen Städten Buenos Aires und La Plata haben Tausende Menschen die verstärkte Suche nach einem Kronzeugen in einem Menschenrechtsprozess gefordert, der vor einem Jahr verschwunden war.

Auf Transparenten forderten die Demonstranten von der Regierung, den verschwundenen Kronzeugen Lopez zu suchen (© Foto: Reuters)

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Jorge Julio Lopez hatte vor einem Jahr in einem Folter-Verfahren gegen einen Polizeioffizier der Militärdiktatur (1976 bis 1983) ausgesagt. Danach verschwand er spurlos. Der 77-jährige Lopez hatte den Richtern genau geschildert, wie er 1976 verschleppt und in 21 verschiedenen Gefängnissen gefoltert worden war.

Polizeioffizier Miguel Etchecolatz sei bei mehreren Gelegenheiten dabei gewesen und habe Anweisungen gegeben. Der Polizist war am Tag nach dem Verschwinden des Kronzeugen verurteilt worden.

Die Demonstranten warfen der Regierung vor, sie habe bei der Suche nach Lopez keinerlei Fortschritte gemacht. "Wir leben in einer Demokratie und mein Vater ist verschwunden", sagte die Tochter des wichtigen Zeugen. "Das kann unser Land nicht hinnehmen.

"Die Regierung unter Präsident Nestor Kirchner reagierte mit einer schriftlichen Erklärung in der es hieß, "Lopez lebend zu finden und seine Entführer zu verhaften, bleibt unser Ziel".

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(AFP)