In dem Drama um 21 in Afghanistan entführte Südkoreaner sind die radikalislamischen Taliban Berichten zufolge zu einem Austausch einiger weiblicher Geiseln bereit.

"Wir wissen nicht, wieviele Taliban-Frauen genau von der afghanischen Regierung inhaftiert wurden, aber wenn sie freikommen, werden wir die gleiche Zahl weiblicher Geiseln freilassen", sagte Taliban-Sprecher Jusuf Ahmadi am Dienstag der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. Bei den Taliban gebe es keine weiblichen Kämpfer oder Funktionsträger, betonte Ahmadi. Die von Kabul festgehaltenen Frauen seien verurteilt worden, weil sie Kämpfern Unterschlupf gewährt hätten.

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Der südkoreanische Außenminister Song Min Soon wies Berichte zurück, denenzufolge zwei der entführten Frauen ernsthaft erkrankt seien. Nach 20 Tagen Gefangenschaft könnten die Geiseln nicht mehr völlig gesund sein, sagte Song bei einer Kabinettsitzung in Seoul.

Es gebe aber keinerlei Anzeichen, dass eine der Geiseln schwer erkrankt sei. Der Minister äußerte sich wenig überrascht über das Ergebnis des Gipfeltreffens von US-Präsident George W. Bush mit Afghanistans Präsident Hamid Karsai. Beide hatten in dem Geiseldrama Zugeständnisse an die Taliban ausgeschlossen.

Seine Regierung habe dieses Ergebnis erwartet und unternehme weiter "verschiedene Anstrengungen für die Freilassung der Geiseln". Die Taliban hatten die südkoreanischen Christen am 19. Juli in der Provinz Ghasni entführt. Zwei Geiseln wurden bislang getötet.

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(AFP)