Bislang zählte Deutschland zu den Staaten, die von den scharfen Einreisekontrollen ausgenommen waren. Ab September müssen sich sämtliche Touristen mit Fingerabdruck und Foto registrieren lassen.

Die Regelung soll solang gelten, bis in Europa biometrische Pässe eingeführt worden sind. Diese Pässe speichern auf einem Mikrochip Gesichtsmerkmale oder Fingerabdrücke. Mit der Verschärfung ihrer Einreisekontrolle reagierte die US-Regierung jetzt auf die anhaltenden Schwierigkeiten der europäischen Regierungen mit der geplanten Einführung des so genannten biometrischen Passes.

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Bis zum 30. September solle damit begonnen werden, sämtliche Einreisende der neuen Prozedur zu unterziehen, sagte ein Sprecher des State Department. Seit Jahresbeginn mussten sich lediglich Besucher, die ein Visum benötigen, der neuen Einreiseprozedur unterziehen. Die meisten deutschen Besucher sind davon bislang ausgenommen.

Frist für biometrische Pässe um zwei Jahre verschoben

Deutschland fällt unter das "Visa Waiver Program". Die Staatsbürger der 27 meist europäischen Staaten, die an diesem Programm teilnehmen, brauchen für touristische und geschäftliche Aufenthalte in den USA von bis zu 90 Tagen kein Visum. Ab September gelten aber auch für solche Aufenthalte die neuen Einreisebestimmungen, nach denen Fingerabdrucke und das digitale Foto erforderlich sind.

Die Neuregelung soll nach Angaben des Ministeriumssprechers zunächst auf zwei Jahre befristet bleiben. In diesem Zeitraum erwartet die US-Regierung nun, dass die Staaten des "Visa Waiver Program" die technischen und organisatorischen Schwierigkeiten bei der Einführung des biometrischen Passes bewältigen können.

Bislang hatte Washington verlangt, dass diese Staaten ab dem 26. Oktober mit der Ausstellung solcher Pässe beginnen. Diese Frist soll den Angaben zufolge nun um zwei Jahre verschoben werden. Innerhalb der Europäischen Union ist bislang ungeklärt, welche biometrischen Daten in den Pass aufgenommen und welche Speichertechnik verwendet werden soll.

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(AFP)