"Absolut richtig und alternativlos": Verkehrsminister Peter Ramsauer hat die Einschränkungen des Fluverkehrs wegen der Aschewolke verteidigt. Trotzdem will er für die nächste Wolke besser gerüstet sein.
Er steht zu seinen Entscheidungen: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Einschränkungen des Flugverkehrs wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans "absolut richtig und alternativlos" genannt.
Bereut nichts: Verkehrsminister Peter Ramsauer vor dem Bundestag. (© Foto: dpa)
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In einer Regierungserklärung im Bundestag zu der Kontroverse um die Luftraumsperrungen verteidigte sich der CSU-Politiker am Mittwoch und stellte erste Maßnahmen zur künftig besseren Bewältigung solcher Probleme vor. Die Opposition warf ihm mangelnde Professionalität beim Umgang mit der Krise vor.
Für den europäischen Kontinent habe es sich um ein historisch erstmaliges Phänomen und eine erstmalige Herausforderung gehandelt, sagte der CSU-Politiker. Die Sicherheit des Flugverkehrs habe bei seinen Entscheidungen stets an erster Stelle gestanden. Im übrigen hätten die internationalen Regeln beachtet werden müssen.
Dass am Mittwoch in Deutschland wieder der normale Luftverkehr habe aufgenommen werden können, "entbindet uns nicht davon, Vorkehrungen für das Phänomen Flugasche zu treffen".
Ramsauer machte geltend, er habe unmittelbar, nachdem ihn die Nachricht erreicht hatte, bei der Deutschen Flugsicherung einen Krisenstab eingerichtet.
"Es ging uns nicht darum, ein völlig neues Gremium zu schaffen, sondern schnell und pragmatisch auf den Sachverstand und die dort ansässigen technischen Einrichtungen setzen zu können", sagte er.
Um einen "annähernd regulären Flugbetrieb" bei einer neuerlichen Wolke zu ermöglichen, habe er ein Maßnahmenbündel in die Wege geleitet. Es werde deshalb unter anderem ein Meldezentrum für Vorkommnisse an Triebwerken beim Luftfahrt-Bundesamt eingerichtet.
Außerdem sollten die Wartungsintervalle in solchen Fällen verkürzt werden. Schließlich sollten die Luftverkehrsunternehmen verpflichtet werden, ihre eigenen Erhebungen fortzusetzen und zu aktualisieren.
Die SPD warf Ramsauer mangelnde Professionalität vor. Es bleibe offen, warum eine Ausnahmegenehmigung für Sichtflüge erteilt werde, noch bevor das Messflugzeug am Montagabend gestartet sei, sagte der Abgeordnete Florian Pronold. Ebenso sei nicht geklärt, wieso Sichtflug erlaubt, Instrumentenflug aber nicht gestattet worden sei, wo doch die Gefährdungslage durch die Asche in beiden Fällen gleich gewesen sei. Er forderte europaweit einheitliche Entscheidungsstrukturen.
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(sueddeutsche.de/AP/pfau/woja)
Bundespräsident Gauck
Neueste Meldung!
Ein britischer Pilot ist mitten im Flug umgekehrt, weil ein Triebwerksventil vermutlich mit Asche verstopft war.
Und wer würde jetzt noch den Verkehrsminister kritisieren wollen!!
Er soll Reue zeigen!!??????????
Das wird der Witz des Jahres - das geistige Niveau in diesem Lande scheint sich temporär unter der 0-Linie zu bewegen.
Wo hätte ein Flieger nachgucken sollen, an welchem Längen- und Breitangrad?
Und welche Verhältnisse herrchen an dem gleichen Längen- und Breitengrad wenn der Flieger wieder am Boden ist?
Die Staubwolke waberte von Nordwest nach Südost oder so ähnlich - wer sollte da wo messen und für wie lange irgendeinen Zustand versprechen??
Was hier vorgeschlagen wurde ist Stümperei!!!
Für die Sicherheit der Luftfahrt und der Passagiere?
Welche Institution hat eigentlich in vergleichbarer Situation eine Reaktion ohne Fehl und Tadel gezeigt?
Diese Beckmesserei ist wirklich nur noch lächerlich.
... das Wort "Alternativlos" zum Unwort des Jahres zu küren.
Von mir aus auch zum Unwort des Jahrzehnts, oder des Jahrhunderts oder zum Unwort schlechthin ...
Nichts ist so gut geeignet, fremdes oder gar kririsches Nachdenken im Keim zu ersticken. Außerdem spricht es den Nutzer von jeglichem Zwang zur Argumentation frei. Schon praktisch, so eine Alternativlosigkeit ...
...also schon das dünkelhafte Gehabe im ARD-Brennpunkt war an Arroganz schwer zu überbieten ("Normalerweise rede ich ja nur mit ihrem Chef"...).
Vom angeblich sofort einberufenen Krisenstab berichtet der Minister dann Tage später, und seine Kollegen bekommt er am Montag zusammen...
Die ganze Zeit machte er den Eindruck, nur zu reagieren. Da er sein Handeln als alternativlos beschreibt, dann stimmte das wohl auch.
Paging