Seitdem die Lkw-Maut auf Autobahnen eingeführt wurde, weichen die Lastwagen oft auf Landstraßen aus. Das stinkt den Anwohnern. Dem Verkehrsminister auch und deswegen will er jetzt aktiv werden.

"Wir werden das machen", sagte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) zu der Forderung nach einer Maut für Bundesstraßen, die als Ausweichstrecken genutzt werden. Ab Mitte des Jahres solle die dafür notwendige rechtliche Regelung gemeinsam mit den Ländern festgelegt werden, sagte Stolpe bei einer Maut-Kontrollaktion bei Euskirchen.

Lkws im Wongebiet, dpa

Lastkraftwagen fahren auf der Bundesstraße 9 durch den Ort Dienheim im Landkreis Mainz-Bingen. (© Foto: dpa)

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Zunächst müsse man herausfinden, ob und wo es Ausweichstrecken für die mautpflichtigen Autobahnen gebe. Dann sei man fest entschlossen, diese auch mit einer Maut zu belegen. Er nehme die Klagen von Kommunen über verlagerten Güterverkehr sehr ernst, sagte Stolpe.

Die Lkw-Maut hat seit Jahresbeginn 909 Millionen Euro in die Staatskasse fließen lassen. Allein im April waren es 248 Millionen. Insgesamt soll die Maut 2005 drei Milliarden Euro bringen.

"Die Ergebnisse der Nachtkontrolle zeigen, dass die Mautpflicht auch nachts überwiegend und in gleicher Weise eingehalten wird wie am Tage", sagte der Minister. Bei der Kontrolle wurden insgesamt 216 Fahrzeuge kontrolliert. Das Bundesamt für Güterverkehr erwischte dabei drei Mautpreller.

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(AP)