Durch die sich widersprechenden Auskünfte sei nicht von vornherein klar gewesen, dass er nicht nach Gaza hereinkommt, betonte der FDP-Politiker mit Blick auf Vorwürfe, er würde den Vorfall zu einer Inszenierung nutzen und ihm hätte die Einreiseverweigerung klar sein müssen. Im ARD-Morgenmagazin wehrte er sich gegen den Vorwurf der gespielten Empörung. Auch andere Politiker seien im Gazastreifen gewesen, sagte er. Eine mögliche Einreise über Ägypten "wäre eine wirkliche Eskalation in den deutsch-israelischen Beziehungen gewesen, die ich für absolut indiskutabel halte", fügte er hinzu.
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Treffen mit Peres und Lieberman
Am Morgen traf Niebel Israels Präsidenten Schimon Peres. Peres ist im Grunde seines Herzens Sozialdemokrat geblieben, auch wenn er in der liberalen Kadima-Partei ist. Am Nachmittag trifft er den ultrarechten Außenminister Lieberman. Bei den Gesprächen dürfte der Vorfall durchaus eine Rolle spielen. Das könnte amüsant werden und wird sicher noch für einen Kommentar von beiden Seiten taugen. Denn Niebel hatte das Verbot in den von Israel wegen der Angriffe der radikal-islamischen Hamas abgeriegelten Gazastreifen zuvor polternd als "großen außenpolitischen Fehler der israelischen Regierung" kritisiert.
Der Leipziger Volkszeitung hatte Niebel zudem gesagt, die Blockade sei "kein Zeichen von Stärke, sondern eher ein Beleg unausgesprochener Angst". Die Zeit, die Israel angesichts der internationalen Proteste gegen die Gaza-Blockade und der stockenden Friedensverhandlungen mit den Palästinensern noch bleibe, neige sich dem Ende zu. "Es ist für Israel fünf Minuten vor Zwölf", sagte Niebel. Israel sollte jetzt jede Chance nutzen, "um die Uhr noch anzuhalten". Was das nun wieder bedeuten soll? Und was ist, wenn es zwölf geworden ist?
Genau das fragt sich auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, im Gespräch mit sueddeutsche.de. Kramer hält Niebels Aussagen für ein "durchsichtiges politisches Manöver, das lediglich dazu dienen soll, die schlechten Umfragewerte der FDP zu verbessern". Und er fordert den Entwicklungshilfeminister unmissverständlich auf, diesen Satz mit dem fünf vor Zwölf klarzustellen. "Da darf es keinen Interpretationsspielraum geben", fordert er in dem Gespräch mit sueddeutsche.de. Schließlich leide die Bevölkerung Israels unter dem "tagtäglichen Terror" der Raketenangriffe der Hamas aus dem Gazstreifen, und darüber könne man einfach nicht schweigen, wenn man vor Ort sei.
"Und was ist mit den Menschenrechtsverletzungen der Hamas", fragt Kramer weiter. "Warum hat Niebel das nicht angesprochen, anstatt sich als zurückgewiesenen Freund Israels so öffentlichkeitswirksam darzustellen?" Kramer erwartet von Niebel auch eine Antwort wie es denn "konkret weitergehen soll - auch unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen Israels".
Doch in Deutschland gab es bislang von politischer Seite vor allem nur viel Kritik an Israels starrer Haltung gegenüber Niebel. So bedauerte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die verweigerte Reise. Sie gehe davon aus, dass er den Besuch zu einem späteren Zeitpunkt nachholen werde, ließ sie über ienen Regierungssprecher ausrichten. Eine Beeinträchtigung des deutsch-israelischen Verhältnisses bedeute die Entscheidung jedoch nicht. Im Gegenteil seien die Beziehungen intakt, ergänzte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Unter Freunden könne es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Ähnlich äußerte sich auch ein Sprecher Niebels.
Die Sprecherin der Grünen-Fraktion für Außenpolitik, Kerstin Müller, sagte: "Es ist nicht akzeptabel, dass Israel inzwischen europäischen Ministern und Parlamentariern, die sich vor Ort ein Bild machen wollen, die Einreise in den Gazastreifen verweigert. Dieser Mangel an Transparenz und Offenheit ist einer Demokratie wie Israel nicht würdig." Der außenpolitische Sprecher der FDP, Rainer Stinner, sagte am Montag im Deutschlandfunk, Deutschland unterstütze Palästina mit Entwicklungshilfeprojekten, weshalb es folgerichtig sei, wenn sich Niebel vor Ort ein Bild machen wolle. Israel müsse verstehen, dass die Freunde des Landes nicht ständig verprellt werden dürften.
Der Gazastreifen sei kein besetztes Gebiet, sagte Niebel nun noch einmal der ARD, und betonte abermals, dass gar kein Treffen mit der radikalislamischen Hamas geplant gewesen sei. Er sei mit Vertretern des UN-Hilfswerks für die palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) verabredet gewesen. "Es hätte die legitime Regierung Fajad gestützt, wenn diese Reise hätte stattfinden können."
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((sueddeutsche.de/AFP/dpa/lala))
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Es lag also auf der Hand, dass die Leute auf den Schiffen unbewaffnet sein würden und trotzdem wurden 9 von ihnen erschossen? Mehrere davon gezielt in den Hinterkopf?
Übrigens haben die heldenhaften IDF-Piraten die Kreditkarten, die sie den Passagieren klauten, zu illegalen Einkäufen benutzt. Eine tolle Armee, vor allem wenn man bedenkt, dass die beteiligten Soldaten die Angehörigen der feinsten Eliteeinheit des Landes sind.
"Gaza convoy activists claim Israeli soldiers using debit cards stolen in raid"
www.guardian.co.uk/world/2010/jun/18/gaza-convoy-activists-debit-card-fraud
"Was das beschlagnahmte Filmmaterial betrifft,muß ich Ihnen eine Antwort schuldig bleiben,da ich kein Angehöriger des isr.Militärs oder Geheimdienstes bin."
Man muss weder Militär noch Agent sein, um die Erklärung dafür zu finden, weil sie nämlich ganz offensichtlich auf den Hand liegt. Das, was die Filme zeigen, ist nicht im Interesse Israels. Und das widerun bedeutet, dass Israel lügt und die Wahrheit verstecken will.!
Hier ist ein rausgeschmuggelter Clip, der zeigt, wie israelische Soldaten einen Passagier der bereits am Boden liegt, treten und dann ganz offensichtlich aus nächster Nähe exekutieren!
www.thiscantbehappening.net/node/95
Zitat alkaider : " Sagen Sie mal, wollen sie uns hier veräppeln? Diese Links haben nichts, aber auch absolut gar nichts mit den Hilffschiffen nach Gaza zu tun!!!!! Ein Video ist von 2002!! Da gab es die Blockade noch gar nicht!! "
SIE sprachen aber explizit auch von Schiffen ZUVOR.Die Aufnahmen,selbst die von 2002 belegen doch nur,wie gerechtfertigt die später verhängte Blokade war,oder etwa nicht ?
Daß die jüngste "Friedensflotte" keine Waffen transportiren würden,liegt natürlich auf der Hand,da die Aktivisten fest mit einem Aufbringen ihrer Schiffe rechneten .Sie dienten sozusagen nur als Blokadebrecher,in deren Fahrwasser danach das "richtige Zeug" geliefert würde.
Was das beschlagnahmte Filmmaterial betrifft,muß ich Ihnen eine Antwort schuldig bleiben,da ich kein Angehöriger des isr.Militärs oder Geheimdienstes bin.Sie müßtern diese schon direkt fragen.Was ich mir aber vorstellen kann,ist,daß die zuständigen Stellen Filmmaterial und memory cards nach nachrichtendienstlich relevantem Material sichten.Bekanntlich können auch gelöschte Dateien wieder sichtbar gemacht werden, ein Prozeß der aber viel Zeit beansprucht.Zugegeben,reine Spekulation meinerseits.
zitat "Etwa mit Hilfsgütern,die nun unbeschränkt eingeführt werden können ?"
Auch hier fehlt es ihnen an aktuellen informationen. Heute auf phoenix wurde berichtet, sinngemäß:
"ja, sie liefern jetzt mehr waren. Aber wer soll das so gebrauchen? Sie arbeiten jetzt die alte listen von vor ein paar jahren ab mit den damaligen bestellungen. liste für liste". Ich fahre jetzt bereits zum zweiten mal nur kocktöpfe und geschirr. Dabei bräuchten wir lebensmittel die wir kochen könnten.."
Es wurde die befürchtung geäußert dass das alles sowieso nur kosmetik sein könnte. Da ist also noch erhebliche skepsis und mißtrauen dass die ankündigungen nur eine weitere propaganda-show der israelischen regierung sei. Der hinweis auf die fehlenden hebräischen ankündigungen die alkhaider hier eingestellt hat könnten diese skepsis verstärken.
Ja, der artikel http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/feiger-hass/ war recht amüsant. Nicht nur dass er versucht ein halbes hasbara-handbuch in nur einem artikel abzuarbeiten. Auch kramer hat unterschlagen dass einfach nur israels damalige strategie _wirkungsvoll kopiert wurde (siehe ha'aretz "Israel has forgotten the lessons of the Exodus Israel played into Hamas' hands by storming the boats of the 'Freedom Flotilla.".
Wenn inzwischen sogar die kaderschmiede für propaganda "the israel project" in person ihrer vorsitzenden unumwunden einräumt dass gaza ein einziges desaster für ihre hasbara-propaganda ist, dann sollte kramer als ZVD-vorstandsmitglied das irgendwie zur kenntnis nehmen statt weiter herumzulammentieren wo es nichts zu retten gibt.
http://www.richardsilverstein.com/tikun_olam/2010/06/17/even-israel-project-concedes-gaza-a-disaster-for-israeli-hasbara/
...auf israelischer seite.
bei mir käme er nicht mal bis zur haustür.
Paging