Georgienkrise und geplantes Raketenschild: Es gab viel Krach zwischen Moskau und Washington. Nach Obamas Wahl sieht Putin nun "positive Signale".

Russlands Regierungschef Wladimir Putin sieht mit dem künftigen US-Präsidenten Barack Obama Chancen für eine Entspannung der Beziehungen zwischen Moskau und Washington.

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Auf dem Weg zu einer neuen Partnerschaft? Russlands Regierungschef Putin hofft auf eine entspanntere Zusammenarbeit mit den USA. (© Foto:)

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"Wenn es einen Machtwechsel in einem Land gibt, und mehr noch bei einer Supermacht wie den Vereinigten Staaten, gibt es normalerweise einige Veränderungen", sagte Putin bei seiner von Fernsehen, Hörfunk und Internet übertragenen jährlichen Bürger-Fragestunde. "Wir hoffen sehr, dass diese Veränderungen positiv sein werden", fügte er hinzu.

Das Verhältnis werde sich "sofort" verbessern, wenn die bereits ausgesendeten "positiven Signale" der künftigen Regierung in die Tat umgesetzt würden, sagte der russische Regierungschef weiter. Er stellte eine angemessene Antwort Moskaus in Aussicht. "Unsere amerikanischen Partner werden dies sofort spüren", sagte Putin.

Als Beispiele für positive Signale Obamas nannte Putin die Themen Nato-Erweiterung und den geplanten US-Raketenschild in Osteuropa. Aus Gesprächen mit Vertrauten Obamas habe Russland erfahren, dass die USA nicht mehr auf einen schnellen Nato-Beitritt Georgiens und der Ukraine dringen wollten.

Russland lehnt eine Aufnahme beider Länder in das Bündnis ab. Auch beim umstrittenen US-Raketenabwehrsystem, von dem Teile in Polen und Tschechien stationiert werden sollen, hätten Obama-Vertraute Entgegenkommen signalisiert, sagte Putin.

Russlands Außenministerium begrüßte am Donnerstag die Entscheidung der Nato, den Dialog mit Moskau wieder aufzunehmen. Das Bündnis kehre zu einer "realistischen Position" zurück, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums in Moskau. Russland habe kein Interesse an einer Neuauflage des Kalten Krieges. Die Nato-Außenminister hatten sich bei ihrem Treffen am Dienstag auf eine schrittweise Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland geeinigt.

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(Reuters/AFP/cgu/ihe)