Die Zünder für die vereitelten Bombenanschläge kamen nach Angaben des Bundesinnenministers aus Syrien. Bei seinem Besuch in Washington wies Schäuble auf die anhaltende Terrorgefahr hin.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat in Washington neue Erkenntnisse zu den vereitelten Bombenanschlägen der Islamischen Dschihad-Union präsentiert. "Wir wissen, dass Zünder für diese Bomben von Syrien über die Türkei nach Deutschland gekommen sind", sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einem Besuch in Washington.

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Die mutmaßlichen Attentäter hätten aus Pakistan den Befehl erhalten, bis Mitte September aktiv zu werden. Die Behörden hatten Anfang des Monats drei Männer festgenommen, die laut Bundesanwaltschaft Sprengstoffanschläge geplant hatten.

Jetzt beobachten die deutschen Behörden Schäuble zufolge in dem Fall drei Männer, die sich in einem Ausbildungslager von Extremisten in Pakistan ausbilden ließen. Sie seien in dem asiatischen Land festgenommen und in die Bundesrepublik überstellt worden. Für einen Haftbefehl reiche der Verdacht aber nicht aus.

Die Bedrohung durch die Islamische Dschihad-Union, die sich zu den Anschlagsplänen auf US-Einrichtungen in Deutschland bekannt hat, bestehe weiter, bekräftigte Schäuble frühere Aussagen. US-Einrichtungen blieben ein potenzielles Ziel. Der Innenminister führt in Washington Gespräche mit US-Regierungsmitarbeitern und führenden Parlamentariern über die Terrorismus-Bekämpfung.

Dabei wurden auch besprochen, wie die Zusammenarbeit der EU-Polizeimission in Afghanistan mit den USA verbessert werden kann. In den Gesprächen mit Regierungsbeamten ging es um die Ausbildungsmission für die afghanischen Sicherheitskräfte, die unter deutschem Kommando steht und zuletzt von der EU übernommen wurde. Sie unterstützt eine 500 Mann starke Ausbildungstruppe der Amerikaner.

Schäuble hatte vergangene Woche eingeräumt, dass der Aufbau der Ausbildungsmission "ein bisschen schwierig angelaufen" sei. Die angestrebte Stärke von 160 Ausbildern war noch nicht erreicht. Am Dienstag wollte Schäuble noch mit Abgeordneten und dem Direktor der Nationalen Sicherheitsagentur, Keith Alexander, zusammentreffen.

Bereits am Montag hatte Schäuble nach einem Treffen mit dem US-Heimatschutzminister Michael Chertoff angekündigt, die Zusammenarbeit mit den USA im Kampf gegen den Terror auszubauen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand nach Angaben beider Minister ein verbesserter Austausch von Daten.

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(Reuters/AP)