UN-Generalsekretär Annan hat zur Eröffnung des neuen UN-Campus' in Bonn eine Erweiterung des Sicherheitsrates gefordert: "Es ist nicht akzeptabel, dass viele große Staaten wie Deutschland nicht mit am Tisch sitzen".

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat eine Reform und Erweiterung des UN-Sicherheitsrates gefordert. Der Sicherheitsrat müsse demokratischer und an neue Realitäten angepasst werden, sagte Annan nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Bonn.

UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bundeskanzlerin Angela Merkel

UN-Generalsekretär Kofi Annan und Bundeskanzlerin Angela Merkel. (© Foto: dpa)

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"Es ist nicht akzeptabel, dass viele große Staaten nicht mit am Tisch sitzen." Zu diesen Staaten gehöre auch Deutschland, das in den Vereinten Nationen eine "führende Rolle" spiele. "Deutschland ist einer der idealen Mitgliedsstaaten."

Deutschland habe ein "echtes Interesse", dass die Reform der UN erfolgreich vorangehe, sagte Merkel. Deutschland sei bereit, internationale Verantwortung zu tragen, um weiter einen konstruktiven Beitrag zu Konfliktlösungen zu leisten.

Merkel und Annan waren zu einem bilateralen Gespräch zusammengetroffen und eröffneten den neuen Campus der Vereinten Nationen in Bonn.

Beide durchschnitten ein Band am früheren Abgeordnetenhochhaus, dem "Langen Eugen".

Anschließend wurden die blau-weiße Flagge der UN aufgezogen und der neue Sitz offiziell übergeben. Der "Lange Eugen", der von Grund auf saniert wurde, ist der neue Sitz von elf in Bonn ansässigen UN-Organisationen.

Der "Lange Eugen" wurde von der Bundesregierung für knapp 56 Millionen Euro für die Vereinten Nationen saniert und modernisiert. Elf UN-Einrichtungen sind in das Haus eingezogen. Das Klimasekretariat soll später noch in ein benachbartes anderes früheres Bundestagsgebäude umziehen, das ebenfalls noch saniert werden soll.

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(dpa)