Der designierte US-Präsident Obama hat eine klare Meinung zu Osama bin Laden: Er sei die klarste Bedrohung der USA und müsse gefangen werden.

Der künftige US-Präsident Barack Obama will mit aller Macht gegen Terroristenführer Osama bin Laden vorgehen. "Meine Präferenz wäre es ganz klar, ihn gefangen zu nehmen oder zu töten", sagte er dem TV-Sender CBS. Keinesfalls wolle er es aber hinnehmen, dass Bin Laden die afghanisch-pakistanische Grenzregion weiterhin als Rückzugsgebiet nutze.

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Barack Obama will bin Laden fangen. (© Foto: AP)

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"Bin Laden und al-Qaida sind unsere Bedrohung Nummer eins, was die Sicherheit der Vereinigten Staaten angeht", sagte Obama. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass sie sich keine Rückzugsgebiete schaffen können, um Amerika anzugreifen." Das US-Außenministerium wertete die jüngste Audiobotschaft Bin Ladens als Zeichen seiner Isolation. "Es scheint, dass er nun auf jeden einschlägt, das scheint nur ein Zeichen seiner Isolation zu sein", sagte der Sprecher der Außenministeriums, Sean McCormack.

In der am Mittwoch im Internet veröffentlichten und Bin Laden zugeschriebenen Audiobotschaft wurden die Muslime in aller Welt zur Unterstützung der Palästinenser im Gaza-Streifen aufgerufen. Der Terroristenführer forderte zum Dschihad (Heiligen Krieg) gegen Israel auf. Zugleich drückte er seine Freude über die globale Finanzkrise aus.

Erster Erfolg

Kurz vor Amtsantritt hat der künftige US-Präsident unterdessen einen ersten Erfolg im Parlament verbucht. Die Demokraten im Repräsentantenhaus verabschiedeten mit breiter Mehrheit einen Gesetzentwurf, der die Ausweitung der staatlichen Krankenversicherung für vier Millionen Kinder aus einkommensschwachen Schichten vorsieht. In der Vergangenheit hatten die Republikaner den Gesetzentwurf mehrfach abgelehnt, auch Präsident George W. Bush war stets strikt dagegen.

Obama begrüßte die Entscheidung, die allerdings noch vom Senat bestätigt werden muss. Obama meinte, in Zeiten der Krise müsse jedes Kind krankenversichert sein. Er hoffe, dass Gesetz nach seinem Amtsbeginn als eines der ersten Gesetze unterschreiben zu können.

Wetten auf Worte

Auch jenseits der Politik macht Obama derzeit Schlagzeilen: So nimt eine Internet-Börse derzeit Wetten an, welche Wörter der neue US-Präsident bei seiner Rede zum Amtsantritt wählen wird. Einige Begriffe - wie "the United States", "change" oder "economy" - seien sehr wahrscheinlich, erklärte die Wettbörse Betsson. Daher bewegt sich das Verhältnis von Einsatz zu Gewinn hier in Größen wie 1:1,05. Andere Wörter sind demnach kaum wahrscheinlich, wie "Michael Moore" (1:100), "Cocaine" (1:500) oder "Axis of Evil" (1:666). Die größte Ausschüttung mit 1:1000 gäbe es, wenn Obama "Banana" oder "Angela Merkel" sagen sollte - oder wenn er den Millionen Menschen in aller Welt "Fuck off" zurufen sollte.

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(Reuters/dpa/vw/gba)