Moskau und Washington wollen bei der Piratenjagd zusammenarbeiten. Und nicht nur das: Zur Not wollen sie die Seeräuber auch an Land bekämpfen.

Russland und die USA wollen den Kampf gegen die Piraten verstärken. Der russische Außenminister Sergej Lawrow kündigte nach Angaben der Nachrichtenagentur Itars-Tass eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung der zunehmenden Schiffsüberfälle vor der somalischen Küste an. Dabei dürfe sich das Vorgehen jedoch nicht nur auf die See beschränken, sondern müsse auch an Land erfolgen, sagte Lawrow weiter.

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Wider das Piraten-Problem: der scheidende US-Präsident George W. Bush und Russlands Präsident Dimitrij Medwedjew auf dem Apec-Gipfel in Lima. (© Foto: dpa)

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Am Samstag traf der russische Präsident Dimitrij Medwedjew am Rande des Apec-Gipfels mit dem scheidenden US-Präsidenten George W. Bush zusammen. Beide Präsidenten hätten dem Thema bei ihrem kurzen Treffen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, sagte Lawrow. Die künftige Zusammenarbeit solle sich sowohl auf das praktische Vorgehen gegen die Piraten als auch auf die juristischen Grundlagen dafür erstrecken.

Medwedjew und Bush seien sich der Bedeutung der russisch-amerikanischen Beziehungen für die Lösung weltweiter Probleme deutlich bewusst. Beide seien zuversichtlich, bestehende Probleme zwischen beiden Ländern bald lösen zu können.

Mit seiner US-Kollegin Condoleezza Rice habe er zuvor bei einem Treffen ebenfalls über das Piraten-Problem am Horn von Afrika gesprochen, so Lawrow weiter. Dabei sei man übereingekommen, dass es nötig sei, verstärkt im vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgegebenen Rahmen gegen die Piraten vorzugehen.

"Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, dieses Übel nicht nur auf See, sondern auch an der somalischen Küste zu bekämpfen, wo wir gemeinsam mit der rechtmäßigen Regierung des Landes versuchen sollten, die Ordnung wiederherzustellen", so Lawrow.

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(dpa/hai)