Die Präsidenten Obama und Medwedjew wollen Verhandlungen über ein "neues, umfassendes und rechtlich verbindliches" Abrüstungsabkommen aufnehmen.
Die Vereinigten Staaten und Russland wollen ihre strategischen Atomwaffen-Arsenale drastisch verringern. Die Präsidenten Barack Obama und Dmitrij Medwedjew vereinbarten bei ihrem ersten Treffen am Rande des G-20-Gipfels in London, sofort Verhandlungen über ein "neues, umfassendes und rechtlich verbindliches" Abrüstungsabkommen aufzunehmen.
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Gute Stimmung beim ersten Treffen: Barack Obama und Dmitrij Medwedjew in London (© Foto: AP)
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Diese Übereinkunft soll den Start-1-Vertrag von 1991 ersetzen, der im Dezember ausläuft. In dem neuen Abkommen wollen die USA und Russland "ein Rekordmaß an Reduzierung" erzielen, wie es in einer gemeinsamen Erklärung heißt.
Konkrete Obergrenzen für Sprengköpfe oder Trägersysteme wie Raketen und Bomber wurden nicht genannt, das neue Abkommen soll aber über den Moskauer Vertrag von 2002 hinausgehen, der die Zahl der Sprengköpfe auf 1700 bis 2200 Stück je Seite limitiert.
Beobachter halten es für möglich, dass die Arsenale abermals um die Hälfte reduziert werden könnten. Schon im Juli sollen Unterhändler beider Seiten erste Ergebnisse vorlegen. Obama kündigte an, dass er zu diesem Zeitpunkt Moskau besuchen werde.
Er und Medwedjew rechneten damit, den neuen Abrüstungsvertrag rechtzeitig vor Ende dieses Jahres unterschreiben zu können, sagte der US-Präsident. Kurz vor seinem Treffen mit dem russischen Staatschef hatte Obama abermals betont, dass Moskau und Washington besser in der Lage wären, weltweit die Prinzipien des Atomwaffensperrvertrags durchzusetzen, wenn sie sich selbst zu tiefgreifenden Einschnitten in ihre atomare Rüstung verpflichteten.
Das Treffen, an dem auch die Außen- und Finanzminister beider Seiten teilnahmen, fand in der Residenz des amerikanischen Botschafters in London statt. Es sei in herzlicher Atmosphäre verlaufen, hieß es. Die Begegnung markierte einen Neubeginn in den Beziehungen beider Staaten, die in den vergangenen Jahren auf einen Tiefpunkt gesunken waren.
Obama äußerte die Überzeugung, dass das Verhältnis zu Moskau nicht mehr "abdriften" werde. Medwedjew zeigte sich "optimistisch" über die Kontakte zu Washington. Trotz des konzilianten Tons bestehen allerdings in zwei wichtigen Streitfragen die Differenzen fort: Russland lehnt die Nato-Erweiterung um Georgien und die Ukraine ebenso weiterhin ab wie den von den USA geplante Aufbau eines Raketenschutzschildes in Osteuropa.
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(SZ vom 02.04.2009/akh)
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Die riesigen Mittel, die dieser Wahnsinn bisher tagtäglich verschlingt, wird für einen noch nicht bezifferbaren Aufwand für die Erhaltung der Existenzbedingungen für die übermütige Menschheit dringend benötigt. Es hat schon suicidale Züge, wie im Moment noch von maßgeblichen Leuten mit diesem Problem gespielt wird.
Offensichtlich haben die beiden auch sehr gelacht, als sie die Pressemitteilung zu Gesicht bekamen.
Ist nicht so, dass ich es nicht auch wünsche, ich glaub´s nur nicht.
von welchen Kriegen reden sie? Meinen sie vielleicht den Kampf in Georgien? Na da hatte Russland in der Tat nichts mit zu tun. Tschetschenien? Friede und Eintracht. Stellvertreterkriege- und Konflikte? Gibts doch seit Ende der Udssr nicht mehr. Ja. Klar.
ich heiße Ihre Betrachtungsweise und damit Ihren Beitrag sehr gut.
Abgesehen davon, dass ich absolut für Obama gestimmt habe, halte ich ihn außerdem für einen sehr souvärenen und loyalen Mensch und Politiker.
Seine bisher geschriebenen Publikationen werten sich außerordentlich interessant und wissenswert. Sie gewähren einen umfangreichen Einblick seiner Aktivitäten, seiner Ansichten und weisen auf erste Spuren seines Bewusstseins von Verantwortung.
Die leisen Spuren eines Politikers, der sicher noch einiges bewirken wird.
"US-Präsident Obama und sein russischer Amtskollege Medwedjew wollen die Zahl der Nuklearwaffen unter das 2002 vereinbarte Niveau senken"
Schön das diese Romanze zu einem happy end gefunden hat...
Paging