Gegner des Gesetzes glauben auch, dass es Racial Profiling durch die Hintertür einführt, da Polizisten vermutlich bei hispanisch aussehenden Personen eher annehmen, sie seien illegal, als bei Weißen. Kontrollen aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit gelten jedoch als verbotene Diskriminierung.

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Schon jetzt, noch vor Inkrafttreten des Gesetzes, häufen sich in Arizona die Übergriffe auf Latinos, häufig verbunden mit der hämischen Frage: "Willst du dich etwa wehren und zur Polizei gehen?" Viele der geschätzten 500.000 Illegalen haben dem Bundesstaat daher bereits den Rücken gekehrt und hoffen auf bessere Lebensbedingungen in anderen Gegenden. Mehr als 20 US-Bundesstaaten haben jedoch bereits angekündigt, ähnliche Gesetze wie jene in Arizona realisieren zu wollen.

Auf elf bis zwölf Millionen wird die Zahl der illegal in den USA lebenden Personen geschätzt. Sie machen die Jobs, die kein Amerikaner haben will, zahlen Steuern und Abgaben, schicken ihre Kinder zur Schule und leben meist gesetzestreuer als jeder andere. Schließlich fürchten sie einen Konflikt mit den Behörden, auf den die Abschiebung folgt. Experten sind sich einig, dass die amerikanische Volkswirtschaft die Illegalen braucht, um zu funktionieren.

Auch mit der Unterstützung von rechts ist Obamas Einwanderungsreform noch lang nicht durch - doch sie treibt einen Keil zwischen seine Gegner. Wenn Obama die Reform ernsthaft angeht, wird er das Zweckbündnis mit den Evangelikalen nutzen. Dass er in solchen Fragen pragmatisch agiert, hat der Präsident schon oft bewiesen.

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  1. Barack Obama hat neue Helfer - rechte Christen
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(sueddeutsche.de/gba)