US-Verteidigungsminister Gates fordert vom Präsidenten eine rasche Entscheidung über mehr Soldaten in Afghanistan.
In der US-Regierung verschärft sich der Streit um die künftige Strategie des Westens in Afghanistan. In klarem Widerspruch zu Vorgaben aus dem Weißen Haus erklärte Verteidigungsminister Robert Gates am Dienstag öffentlich, die Obama-Regierung müsse ihre Entscheidung über eine möglicherweise massive Aufstockung der US-Truppen notfalls treffen, noch bevor eine neue Regierung in Kabul gebildet sei.
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Obamas Zurückhaltung führt zu Irritationen bei US-Generälen. (© Foto:)
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Zuvor hatte Rahm Emanuel, als Stabschef des Weißen Hauses einer der engsten Berater des Präsidenten, in Fernsehinterviews gesagt, ohne eine legitime afghanische Regierung könne Barack Obama nicht entscheiden, ob Amerika "zusätzliche Truppen schickt oder ob wir dort überhaupt unsere derzeitige Mission erfüllen". Zudem scheint Washingtons Einfluss in Kabul geschmälert, weil der US-Sondergesandte Richard Holbrooke seit Wochen keinerlei Zugang mehr zu Präsident Hamid Karsai hat.
Pentagon-Chef Gates, der bereits unter George W. Bush arbeitete, fällt in der Debatte um Amerikas künftiges Vorgehen am Hindukusch eine Schlüsselrolle zu. Anders als die meisten Berater Obamas hat der Minister bislang nicht durchblicken lassen, ob er dem Gesuch des Nato-Oberkommandeurs in Afghanistan, des US-Generals Stanley McChrystal, zur Entsendung von zusätzlichen 40.000 bis 60.000 Soldaten zustimmt. Generalstabschef Admiral Michael Mullen und die höchsten US-Generäle befürworten McChrystals Forderung, auch Außenministerin Hillary Clinton und ihr Sonderbeauftragter Richard Holbrooke neigen dieser Option zu.
Im Weißen Haus hingegen wächst die Skepsis: Vize-Präsident Joe Biden will den Militäreinsatz mit einem Strategiewechsel zu einer Anti-Terror-Mission mit weit weniger Soldaten zurückfahren, und einige Vertraute wie Stabschef Emanuel sehen alarmiert, wie unter Demokraten der Widerstand gegen eine Eskalation des Krieges wächst. Emanuel fürchtet, dies könne die Parteilinke im Kongress verprellen, deren Unterstützung das Weiße Haus zur Durchsetzung der umkämpften Gesundheitsreform benötigt.
Nach dieser Logik könnte die Stichwahl in Afghanistan nun Obamas Regierung mehrere Wochen wertvolle Zeit schenken. Genau gegen diese Deutung jedoch stemmt sich Gates.
"Wir werden nicht einfach auf unseren Händen hocken und auf das Ergebnis dieser Wahl oder die Bildung einer Regierung in Kabul warten", sagte der Minister. Der Präsident werde sich entscheiden müssen, während die Lage in Kabul noch im Fluss sei.
Gates weiß, dass sich unter seinen Offizieren zunehmend Unwillen breitmacht darüber, wie lange Präsident Obama mit seiner Entscheidung über zusätzliche Soldaten zögert. Sicherheitsexperten mit guten Kontakten im Pentagon berichten, unter Militärplanern mache sich "zunehmend Frust breit, der schnell zu Unwillen führen kann".
Und Gates selbst wird gegen Ende dieser Woche beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister einräumen müssen, dass Washington noch immer nicht über die Truppenverstärkung für eine Mission entschieden habe, deren Kurs eigentlich erst im März von der Militärallianz bestätigt worden war.
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besteht in der Möglichkeit, die USA seien inzwischen zu schwach, um sich auf weitere Kriegsabenteuer einzulassen. Das wäre dann die gleiche Situation, in welcher Breschnjew seinerzeit war. Damals hieß es: Abtreten, UdSSR! Nun heißt es: Lebe wohl, US-Großmacht!
Auch Deine Zeit ist inzwischen gekommen.
Wenn der Iran in diesem Jahr nicht mehr angegriffen wird, dann kann die Welt aufatmen.
Denn danach werden die US-Wirtschaft und der Dollar so schwach sein, dass es ander Zeit ist, den Klo-Dollar endlich als Leitwährung abzulösen.
In einem Interview, das kürzlich ausgestrahlt wurde am am.Fernsehen, sagte McChrystal deutlich, er wolle mehr Truppen für die Bodenoffensive. Eine absolute Priorität sei, die Zivilbevölkerung für die Amerikaner zu gewinnen, und das Bombardieren von Hochzeitsgesellschaften aus der Luft sei dazu nicht geeignet. Das aber wird mit mehr Verlusten für die Amerikaner einhergehen.Die geforderten 40.000 mehr Soldaten gehen sicherlich zum Teil als "Kanonenfutter" drauf, und noch mehr sternenbannerbedeckte Särge (die beim Heimkommen jetzt öffentlich gezeigt werden dürfen), kann sich Obama eigentlich nicht leisten. Wohl hat er sich auch verrechnet hinsichtlich der Bereitschaft Europas, für Amerikas Krieg in Afghanistan massiv den Kopf hinzuhalten. Bittere Lektion für ihn: Eigennutz geht vor Charisma. Aber das sollte man als Präsidentschaftskandidat eigentlich vorher wissen und es einkalkulieren.Ich kann nur sagen: Amis (und Deutsche): Raus aus Afghanistan, bevor noch mehr Menschen dort sterben müssen.
... geplagten Präsidenten ähnlich wie H. Heine : " Denk ich an Afghanistan in der Nacht , bin ich um den Schlaf gebracht ."
Und für's Pentagon hatte er mit Gates zu allem Überfluß auch noch den letzten Mohikaner aus der Bush Camarilla übernommen ...
Die ersten der geforderten 40.000 müssten eigentlich die Generäle sein, die an die Front gehören.
"Wir wollen jetzt endlich unseren Krieg haben!"
Schließlich haben die USA in einer gigantisch-astronomischen Weise Schulden und Defizite angehäuft, um das zurückbehaltene Geld in die Rüstung und in das Militär zu stecken.
Diese Rechnung geht nur dann auf, wenn die teuren Waffen eingesetzt werden, bevor sie verrosten und damit echte Werte erobert bzw. geraubt werden können, wie Gas, Rohstoffe und Öl.
Aus diesem Grunde liebe User, weil es die Strategie der USA seit Jahrzehnten war und ist, den Schuldenberg einerseits niemals zu baezahlen, andererseits mit Krieg und Raub abzudecken, was investiert worden ist, muss Obama jtzt Kriegsherr werden. Ob er will, oder nicht.
Der Krieg gegen den Iran und in Zentralasien ist deshalb logisch zwingend, wertes Publikum.
Schließlich handelt es sich doch um einen echten "Friedens-Krieg", daher ist auch der enstprechende Nopelpopel-Preis gerechtfertigt.
Paging