Schlechte Zeiten für McCain: Immer mehr US-Wähler sprechen sich aktuellen Umfragen zufolge für US-Präsidentschaftskandidat Obama aus. Sogar bei McCains Paradethemen liegt der Demokrat inzwischen vorne.
Zwei Wochen vor der US-Präsidentenwahl kann der Demokrat Barack Obama seinen Vorsprung vor dem republikanischen Kandidaten John McCain weiter ausbauen.
Seine Glaubwürdigkeit stieg mit jeder der drei Fernsehdebatten: Barack Obama. (© Foto: AFP)
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Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Wall Street Journal und des Fernsehsenders NBC hervorgeht, führt Obama mittlerweile mit zehn Punkten vor McCain. 52 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für Obama aus und lediglich 42 Prozent für McCain. Vor zwei Wochen lag Obama in der Umfrage erst sechs Punkte in Führung, am Montag lag er bereits acht Punkte vorn.
Eine weitere Umfrage vom unabhängigen Pew-Center belegt, dass landesweit 52 Prozent der Wähler für Obama stimmen wollen und nur 38 Prozent für McCain. Anfang Oktober hatte Obama in einer Umfrage des Pew-Centers noch sieben Prozentpunkte Vorsprung gehabt.
Das US-Institut RealClearPolitics, das den Durchschnitt aus allen Umfragen berechnet, sah Obama am Dienstag mit 51 Prozent rund neun Punkte vor McCain (42 Prozent).
Laut Pew Center kommt Obama das schwindende Vertrauen der Wähler in McCain zugute. Obama habe seine Glaubwürdigkeit mit jeder der drei Fernsehdebatten steigern können, erklärte das Institut. Der Senator aus Illinois überzeugt die Menschen der Umfrage zufolge in allen Bereichen mehr als McCain, auch bei den Themen Irak und Terrorismus. Bei der Lösung der Finanzkrise trauen 53 Prozent der Befragten Obama mehr Kompetenz zu, nur 32 Prozent setzen dabei eher auf den Senator aus Arizona.
49 Prozent der Befragten sagten, sie hätten ein schlechtes Bild von McCains Vizekandidatin Sarah Palin, 44 Prozent äußerten sich positiv über die streng konservative Gouverneurin von Alaska. Bei den unter 50-jährigen Frauen lehnten 60 Prozent Palin ab. 56 Prozent der Befragten bewerteten McCains Wahlkampagne als zu negativ, nur 26 Prozent sagten dies von Obamas Kampagne. 23 Prozent haben laut der Umfrage allerdings noch nicht entschieden, wem sie bei der Wahl am 4. November ihre Stimme geben wollen.
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(AFP/Reuters/cag/ihe)
Szene München
Ein Obama wird kommen und uns alle Retten.
So oder so ähnlich, glaubt man der SZ, "aktuellen" Umfragewerten, der (hobby)politischen Bildungselite (siehe auch Kommentare) und überhaupt einem Großteil der dt. Medien.
Wozu dieser Fremdwahlkampf nützt frage ich mich immer öfter. Sieht man sich allein in der SZ die Rubrik der US Wahl an, fühlt man sich ziemlich betrogen hinsichtlich "neutraler" Berichterstattung.
Fraglich nur, ob das denn nötig ist, denn Obama mit seinem jugendlichen Charme und warmen Lächeln ist ein großer Sympathieträger von Haus aus. Ein Mc Cain liegt da meterweit zurück.
Zudem halte ich von dieser Schwarz/Weiß - Gut/Böse Pinselei wenig. Sich auf jeden Schwachsinn der Republikaner zu stürzen um ein noch negativeres Bild zu erzeugen, lässt jeden frei denkenden Menschen umso misstrauischer werden, als er es den Medien gegenüber sowieso schon ist. Zudem lässt dies die Frage offen, was einem über die Demokraten verschwiegen wird.
Es sollte beim ganzen Hochmut vielleicht nicht vergessen werden, das es die Amerikaner sind, die ihr Kreuzchen machen und niemand sonst.
Noch vor zwei Tagen gab es Berichte, nach denen der Vorsprung von Obama unerklärlicherweise von angeblich zuvor über 10% auf 6% gesunken sei, trotz aller vermeintlichen Vorteile Obamas auf verschiedensten Politikfeldern. Jetzt wird hier der entgegengesetzte Trend proklamiert und als stetiger Positivtrend für Obama gewertet. Diese von-Tag-zu-Tag Umfrageberichterstattung ist doch offenbar ziemlicher Blödsinn und nicht sonderlich aussagekräftig.
Die Witwe des französischen Reporters Francois Chalais veröffentlicht online während 10 Tagen ein 4'33'' Video ihres Mannes, das dieser über McCain als Kriegsgefangener in Vietnam gemacht hat, weil McCain ohne die Witwe zu fragen, ebenfalls einen Ausschnitt dieses Videos für einen Werbefilm benutzt hat.
http://www.usatoday.com/news/politics/election2008/2008-10-22-mccain-pow-video_N.htm?csp=34
http://www.ina.fr/archivespourtous/index.php?vue=notice&id_notice=I08290030
Woebi wokkel nicht Unrecht hat. Die Amis, im generellen, haben den Eindruck dass sie die "Freie Welt" sind, und dass ihr Präsident der "Leader of the Free World" ist. Wobei ich aber im Moment diesen als Warlord No. 1 sehe.
Es ist erstaunlich wie viel Platz die deutschen Medien dem seit nun mehr über einem Jahr andauernden US-Wahlkampf einräumen und ihnen das Trivialste nicht trivial genug sein kann. Während wir uns selbst über die US-Medien informieren müssen, was für EUROPA wichtig ist.
Zum Beispiel, dass in Ungarn atomwaffenfähiges aus den 50Jahren tonnenweise in Ungarn - nur durch Zaun und einem Wachmann bewachtes - Uran gelagert wird, wovon 13 Behälter mit je ca. 800 kg jetzt in einer dreiwöchigen Geheimmission der Amis und Russen per LKW, Bahn und Schiff via Mittelmeer, durch den Kanal und die Nordsee nach dem russischen Hafen Murmansk transportiert wurde. Da stellt sich die Frage, wie konnte Ungarn mit diesem "Schutt" überhaupt der EU beitreten?
http://www.chicagotribune.com/news/politics/sns-ap-russian-uranium,0,4056781.story
Oder dass zum Beispiel, die im Rahmen der EU-Mission 80 Polizisten und bis zu 8 Richter und Staatsanwälte in Kosovo schicken werden, als ob in Europa nicht schon genug US Truppen und CIA-Agenten (die speziell in Brüssel, wo sie Abfällkörbe z.B. an Haltestellen gemäss Order von oben Abfallkörbe meiden wie der Teufel das Weihwasser, weil Bomben darin sein könnten) herumschwirren würden.
http://www.chicagotribune.com/news/nationworld/sns-ap-eu-eu-us-kosovo,0,4678805.story
Es ist höchste Zeit, dass die deutschen Medien mal gucken was die EU in Brüssel oder Camp David oder sonst wo so macht, denn schlussendlich sind wir deutschen Bürger immer davon betroffen. Vom Kosovo aus kann jeder amerikanische "Polizist" problemlos nach jedem Ort in der EU reisen. Und wenn man die Justiz in US verfolgt, weiss man dass die Polizei dort "hart" zugreift und die Richter dort lügen wie gedruckt. Alles, was wir eigentlich in Europa nicht brauchen!!
Paging