Trump-Affäre mit Pornostar Trumps Anwalt gibt Zahlung an Pornodarstellerin zu

Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen

(Foto: picture alliance/AP Photo)
  • Im Januar wurde bekannt, dass die Pornodarstellerin Stephanie Clifford 130 000 Dollar aus dem Umfeld Donald Trumps erhalten hatte - angeblich, damit sie über eine Affäre der beiden schweigt.
  • Die Zahlung löste einen Skandal aus, da sie mutmaßlich aus Wahlkampfmitteln finanziert wurde.
  • Jetzt gab Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen zu, das Geld gezahlt zu haben - allerdings aus eigener Tasche und ohne Entschädigung durch Trump.

Der Skandal um eine angebliche Affäre Donald Trumps mit der Pornodarstellerin Stephanie Clifford geht in eine neue Runde. Im Januar war der Vorwurf erhoben worden, Trump habe sich im Wahlkampf das Schweigen des Pornostars mit einer Zahlung von 130 000 Dollar aus Wahlkampfmitteln erkauft. Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen gab jetzt der New York Times gegenüber erstmals zu, das Geld gezahlt zu haben - allerdings aus eigener Tasche, ohne Anweisung oder Entschädigung durch Trump.

Eine entsprechende Beschwerde gegenüber der Wahlkommission sei faktisch falsch, sagte Cohen. Er habe keine Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verletzt. Es habe sich um eine "private Transaktion" gehandelt.

Clifford beantwortet keine Fragen mehr zu dem Thema

Warum er das Geld zahlte, oder ob Donald Trump davon wusste, sagte Cohen nicht. Die Affäre zwischen dem späteren Präsidenten und der Schauspielerin, die unter dem Künstlernamen Stormy Daniels aufritt, soll sich 2006 nach der Geburt von Trumps Sohn Barron abgespielt haben - Trump dementiert. Clifford hatte 2011 mit mehreren Medien offen über ihr Verhältnis mit Trump gesprochen, aber dann den Kontakt zu Journalisten abgebrochen. Verschiedene Medien entschieden sich deshalb erst nach Bekanntwerden des angeblichen Schweigegelds zur Veröffentlichung der Gespräche.

Heute beantwortet Daniels keine Fragen mehr zu der angeblichen Affäre, dementiert sie aber auch nicht. In einem von Michael Cohen in ihrem Namen verfassten Statement heißt es, es habe keine Affäre mit Trump gegeben.

Wimpernklimpern

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