Das US-Verteidigungsministerium arbeitet an Plänen zur Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo. Es muss vor allem geklärt werden, was mit den Häftlingen geschehen soll.
Vor dem Amtsantritt des gewählten US- Präsidenten Barack Obama leitet das Pentagon bereits erste Schritte zur Schließung des weltweit kritisierten Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba ein.
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Häftlinge auf Guantanamo: Das US-Verteidigungsministerium prüft erste Schritte für eine Schließung des Gefangenenlagers. (© Foto: dpa)
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Verteidigungsminister Robert Gates, der unter Obama im Amt bleiben wird, habe eine entsprechende Prüfung in Auftrag gegeben. Das bestätigte ein Pentagon-Sprecher am Donnerstag. Minister Robert Gates wolle darauf vorbereitet sein, falls der neue Präsident Barack Obama die Schließung Guantanamos als eine seiner ersten Amtshandlungen im Januar in Angriff nehme. Es müsse vor allem auch geklärt werden, was mit den gegenwärtig etwa 255 Häftlingen nach einer Schließung des Lagers geschehen soll, so der Sprecher.
Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Obama, der am 20. Januar sein Amt antritt, hatte das Aus des Lagers zu seiner politischen Priorität erhoben und rasches Handeln versprochen.
US-Präsident George W. Bush hatte das Lager auf dem US- Marinestützpunkt Guantanamo-Bay als Antwort auf die Terrorangriffe vom 11. September 2001 eingerichtet. Seit Anfang 2002 werden dort vor allem mutmaßliche Taliban- und Al-Quaida-Kämpfer festgehalten. Die meisten sitzen ohne Anklage und Zugang zu Anwälten ein. 50 Gefangene wurden von den Vorwürfen entlastet, können aber nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden, weil ihnen dort Folter und Tod drohen. Mehrfach gab es Berichte über Misshandlungen und Erniedrigungen von Gefangenen.
Ein 28 Kilometer langer Grenzzaun mit 44 Wachtürmen trennt Guantanamo Bay vom Rest der Insel. Menschenrechtsorganisationen und auch die Bundesregierung fordern seit längerem die Schließung. Seit der Eröffnung Guantanamos im Jahr 2002 wurden dort mehr als 750 Menschen unter Bedingungen festgehalten, die von Menschenrechtlern als entwürdigend kritisiert wurden: Die Angeklagten hätten vor dem Tribunal wesentlich weniger Rechte als vor anderen US-Gerichten.
Bei der Prüfung einer Schließung gehe es auch um die Frage, "wie wir das amerikanische Volk vor einigen sehr gefährlichen Charakteren schützen können", betonte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Geoff Morrell. Nach den Worten Morrells müsse gewährleistet werden, dass Häftlinge kein politisches Asyl in den USA beantragen können.
In der Vergangenheit hatten sich andere Länder des Öfteren geweigert, Guantanamo-Gefangene zu übernehmen. Auch Gates habe sich in der Vergangenheit für eine Schließung ausgesprochen, betonte der Sprecher weiter. Zu den ersten Häftlingen, die 2002 nach Guantanamo gebracht wurden, gehörte auch der aus Bremen stammende Türke Murat Kurnaz. Seine Internierung dauerte bis August 2006, einen Prozess gab es nicht.
Erst Anfang Dezember hatten der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge vom 11. September, Chalid Scheich Mohammed, sowie vier weitere Häftlinge in einem spektakulären Schritt angekündigt, ihre Schuld zu gestehen. Das Verfahren gegen Chalid Scheich Mohammed ist der mit Abstand wichtigste Prozess vor dem Militär-Sondergericht in Guantanamo. Im Falle einer Verurteilung droht den Männern die Todesstrafe. Scheich Mohammed hatte selbst die Todesstrafe gefordert, um als "Märtyrer" zu sterben.
Als einer der ganz wenigen Gefangenen ist bisher der Fahrer von Al-Quaida-Anführer Osama bin Laden verurteilt worden. Bei dem Verfahren gegen den 40-jährigen Salim Hamdan handelte es sich um den ersten US-Kriegsverbrecherprozess seit dem Zweiten Weltkrieg. Er war im August wegen Unterstützung des Terrorismus zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Allerdings hatte die Militärjury Hamdan vom besonders schweren Vorwurf der Verschwörung freigesprochen. Erst kürzlich war Hamdan in seine Heimat Jemen gebracht worden, wo er den Rest seiner Strafe absitzen soll.
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(dpa/Reuters/cag/liv)
Bundespräsident Gauck
Zur Durchsetzung von Haftentschädigungen halte ich das Instrument von Sammelklagen für erforderlich. Offenbar lohnt sich aber ein solcher Einsatz für amerikanische Anwälte nicht.
"Don´t feed the Troll" hat mir Yoda beim Umgang mit Ihnen geraten. Ein wirklich Jedi-mässiger Rat, an den ich mich halten werde. :-)
War es nicht ein Schuhwerfer? Mich hat die schnelle Reaktion von Bush überrascht. Bisher war er in unerwarteten Situationen oft überfordert.
Der Sandalenwerfer war mir gleich sehr symphatisch, ich bin vor Begeisterung aus dem Sesse gesprungen, als ich das zum ersten Mal im TV sah und mit jedem Tag wird er mir noch symphatischer.
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