Für die Demokraten ist es das Hassobjekt Nummer eins, für eine Republikanerin könnte es einen besseren Arbeitsplatz kaum geben: Sarah Palin heuerte im Januar 2010 als Kommentatorin bei Fox News an, dem Nachrichtensender, den eine Sprecherin des Weißen Hauses unlängst als "Flügel der Republikanischen Partei" gescholten hatte.
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Zeigt keine Selbstzweifel: Sarah Palin überlegt laut, Präsidentin werden zu wollen. Diese Aufnahme entstand auf der Tea-Party-Convention während einer Fragerunde, in der Palin ihre auf der Hand geschriebenen Notizen nutzte. (© Foto: AP)
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Palin hingegen schwärmt, es sei "wunderbar, zu einem Medium zu gehören, das faire und ausgewogene Nachrichten so sehr zu schätzen weiß." Ihr Vertrag mit dem Kanal des Tycoons Rupert Murdoch hat angeblich eine Laufzeit von mehreren Jahren und soll TV-Auftritte sowie Beiträge für die Website und das Radioprogramm umfassen - "eine wichtige Plattform für die Präsidentschaftskandidatur 2012", urteilen konservative wie liberale Kommentatoren in den USA.
Schwammige Interessen
Wie wichtig der neue Job sein kann, deutete sich Anfang Februar 2010 an, als Fox News vehement für die Tea-Party-Bewegung trommelt, eine Ansammlung schwammiger, konservativer Interessen, die sich auf den Ruf nach "mehr Freiheit, weniger Steuern, weniger Schulden, weniger Staat" einigen können - nicht aber auf konkrete politische Forderungen oder gar Kandidaten.
Dennoch ist der Einfluss der Bewegung gefürchtet - von liberaler wie von konservativer Seite. Die Demokraten befürchten, die Graswurzel-Initiative könne den Frust der bürgerlichen Obama-Wähler über die Politik des Präsidenten bündeln und sie in die Arme der Republikaner treiben.
Sie nutzt die neue Kraft
Die Grand Old Party hingegen fühlt sich von der Tea Party bedroht, weil sie eine Spaltung befürchtet: Gehen die Republikaner zu stark auf die zum Teil erzkonservativen Forderungen der Bewegung ein, verlieren sie Wähler in der Mitte. Tun sie es nicht, könnte die Tea Party letztlich zu einer eigenständigen politischen Kraft werden.
Sarah Palin weiß die neue Kraft zu nutzen. Sie sprach auf dem Kongress der Tea-Party-Bewegung, wies eine Führungsrolle jedoch von sich. Kurz darauf sagt sie im Gespräch mit Fox News bezüglich einer Präsidentschaftskandidatur: "Ich würde es tun. Wenn es das Richtige für das Land und für die Palin-Familie ist."
Ihre Gegner werden das gelassen sehen - bis zur Wahl vergeht schließlich noch einige Zeit. Eines ist allerdings schon jetzt sicher: Palins Peinlichkeiten alleine werden nicht ausreichen, um diese Frau stoppen zu können.
Das liegt sozusagen auf der Hand.
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(sueddeutsche.de/odg/mati/woja)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
Warum wird eigentlich keine Peinlichkeitsoskar für Politiker verliehen?
Palin hätte große Chancen und wir könnten durchaus auch einen ins Rennen schicken: die Freiheitsstatue von Deutschland höchstpersönlich.
Es überrascht mich ehrlich, dass Obama selber keine Witze über diese Frau gemacht hat... in der Art "Die Schwarze Farbe war nicht so deutlich bei Ihm zu lesen, daher musste ein Teleprompter her" Zutrauen würde ich es Ihm zu mindestens.
Abgesehen davon, kenne ich keinen einzigen US Presidenten der wichtige oder lange Ansprachen NICHT vom Teleprompter abgelesen hat (Zumindestens nicht in den letzten 20 Jahre ca.).
Das erinnert mich an die Anekdote mit Breschnew als er 1980 die olympischen Spiele in Moskau eröffnete und dabei vom Manuskript las.
O .
O .
O .
O
Der Handlanger von Breschnew flüstert ihm ins Ohr: Genosse Breschnew, Sie müssen weiter unten lesen, die 5 O´s, das sind die olympischen Ringe.
Über manche Länder sollte man mit internationaler Anstrengung einfach eine riesige Brücke bauen. Anschließend einfach nur zu ..en.
Die wirkliche Macht in Amerika haben die New Yorker Geldverleiher. Sarah Palin könnte in der nächsten Regierungsperiode ein nützliche Scherge sein.
Man muss sich schon fragen, ob Obama alle Geister verlassen haben, das er es jetzt auch noch wagt, der Geldverleihertruppe in New York den Kampf anzusagen.
Das soll man nun mal eingehen, bevor man völlig bl*de Pauschalurteile trifft (wie zuvor von einigen Usern).
Nicht umsonst rechnen Demoskopen grob für die USA:
Etwa 25-30% sind eher in diesem Palin/GWB-Lager; 20% gemäßigte Republikaner; 20% gemäßigte Dems, der Rest sichere, progressive Dem-Wähler.
Und so gehen seit langer Zeit die Wahlen aus. Immer etwas zwischen 55-45 oder gar 51-49.
Mir hängt die Selbstgerechtigkeit so aus dem Hals raus. Hauptsache, man kann alle schlechten Eigenschaften an einer Seite festmachen, übersieht daraufhin noch geflissentlich alles, was die präferierte, 'eigene' Seite macht.
Ein tolles, gesettletes Weltbild.
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