Selten hat eine Opposition eine Regierung so alternativlos erscheinen lassen wie derzeit in Amerika: Die Republikaner sind laut, aber konfus.
Vor dem Kapitol ragen rote Fäuste in die Luft. Sie drohen den Mächtigen. Solche Motive sind eigentlich das Markenzeichen marxistischer Splittergruppen. Doch dieses Logo hat andere Urheber. Konservative Organisationen rufen in Arbeiterführermanier zum "Marsch auf Washington". Für eine geplante Massendemonstration am 12. September bedient sich die amerikanische Rechte der Symbolik ihrer ideologischen Erzfeinde und behauptet dennoch standhaft: "Socialism sucks".
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Beliebig ist der konservative Bürgerprotest, voller Zorn, doch ohne inhaltliches Ziel: Ein rechter Demonstrant mit einem Plakat, das Obama als "Joker", Batmans Erzfeind, zeigt. (© Foto: AFP)
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Die konfuse Bildsprache sagt viel über den konservativen Bürgerprotest, der die US-Medien seit Wochen beschäftigt. Beliebig ist er, voller Zorn, doch ohne inhaltliches Ziel. Barack Obama muss weg. Und dann? Mehr als Negation fällt den Agitatoren nicht ein. Selten hat eine Opposition eine Regierung so alternativlos erscheinen lassen.
Amerika ist nicht bereit
Wahnvorstellungen, gezielt verbreitet über Internetplattformen, Radiosendungen und Fox-News-Moderatoren, trieben die rechten Demonstranten auf die Straße. Ein schwarzer Mann im Weißen Haus habe sich der Sowjetisierung Amerikas verschrieben, glauben sie. Die Gesundheitsreform sei der Anfang vom Ende der Freiheit. Selbst am Leben von Großmüttern wolle Obama sich vergehen.
Offener Hass schlägt dem Präsidenten entgegen, der versprochen hat, das Volk zu versöhnen. Barack Obama träumte im Wahlkampf vom Ende der Teilung der USA in das blaue und das rote, das liberale und das konservative Lager. Doch Amerika ist nicht bereit dafür. Die Demokraten wollen ihre Mehrheit im Kongress ausspielen. Und Republikaner lassen sich die Marschrichtung vom rechten Rand diktieren. Damit laufen sie Gefahr, politisch bedeutungslos zu werden.
Zwar haben die Proteste die Opposition reanimiert. Doch als reine Protestpartei sind die Republikaner nicht mehrheitsfähig. Die meisten Wähler wollen Konzepte, keinen Krawall.
Aufruhr statt Lösungsvorschläge
Die Gelegenheit für konstruktive Kritik wäre günstig. Obama verliert an Rückhalt in der Bevölkerung. Der Gesetzesentwurf seiner Parteifreunde überzeugt selbst ihm wohlgesinnte Kommentatoren nicht. Das Land sehnt sich nach einer Alternative. Doch die Rechte verweigert sich dem Wettbewerb der Ideen. Sie unterbreitet keine Lösungsvorschläge, sie schürt Aufruhr. Mit dieser Fundamentalopposition vergiften die Republikaner das politische Klima - und letztlich schaden sie sich selbst.
Niemand kann bestreiten, dass eine Reform des Gesundheitswesens nötig ist. Eine Fortschreibung des Status Quo bedeutet schlicht den Staatsbankrott. Die Kosten laufen aus dem Ruder. Schon heute geben die USA weit mehr für den Gesundheitsschutz ihrer Bevölkerung aus als jedes andere Land der Welt, auch pro Kopf.
Das viele Geld macht Unternehmen reich, aber die Patienten nicht gesünder. 45 Millionen Amerikaner haben keine Gesundheitsversicherung, und selbst den Versicherten geht es nicht besser als den Bürger sparsamerer Staaten. Es sind drängende Fragen: Braucht Amerika eine staatliche Alternative zu den privaten Versicherungen? Was wird die Reform kosten? Wo lassen sich Effizienzgewinne erzielen? Muss der Spitzensteuersatz steigen, um die Reform zu finanzieren? Doch eine ernsthafte Debatte darüber findet derzeit fast ausschließlich innerhalb der demokratischen Partei und im Dialog mit den Bürgern statt.
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Debatte über Militäreinsatz in Syrien
"Nur weil ich mit Geld das ich nie besessen habe, aus einem Kredit den ich nie bedienen konnte ein Haus gebaut habe gibt mir das noch lange nicht das Recht darin auch zu wohnen...
....
Profitiert hat daran übrigens nur friktionell die Immobilienindustrie und ein - zwei Immobilienfonds die rechtzeitig ausgestiegen sind... ansonsten ist das eine riesen Nullnummer gewesen. "
Nur, dass ein paar wenige davon sehr reich geworden sind, während viele sehr arm geworden sind und von der Hand in den Mund leben.
Natürlich, in der Summe ist die Geldmenge gleich geblieben. Das Geld ist jetzt nur bei den anderen. Die sozialen Probleme, die das aufwirft, werden das Land auch noch sehr lange beschäftigen.
Was wollen Sie uns damit sagen? Wenn ich bei Ihnen einbreche, alles mitnehme und Sie dann leer dastehen, dann ist das genauso ein Nullsummenspiel.
Nebenbei: sie können gerne mal nach Südafrika fahren. Dort sehen und spüren Sie sehr stark, was passiert, wenn ein genügend großer Teil der Bevölkerung nicht weiß (dort sind es ca. 30% der arbeitsfähigen Bevölkerung), wovon sie sich nachher was zu Essen kaufen sollen.
Aber es ist natürlich toll und macht Spaß, wenn die Reicheren dann hinter Mauern mit Stacheldraht und Wachmannschaft wohnen, die der Berliner Mauer kaum noch nachstehen.
Tiraden spuckende "Demokratie-F.r.e.s.s.e.r", die zwar grosse Töne spucken, herum klug...........n und damit jegliche "Mitfahrgelegenheit verpassen............. so wird es ganz sich nix, nada, nothing.............
Es gab bei den Demokraten genau 2 vernünftige Kandidaten. Das waren Mike Gravel und Dennis Kucinich.
Bei den Republikanern gab es Ron Paul.
Suchen Sie bei Youtube nach diesen Namen und schauen Sie sich die Debatten des letzten Jahres an. Das sind die einzigen Leute deren Aussagen wirklich Sinn ergeben haben.
Der Rest ist meiner Meinung nach genau so Korrupt wie es bereits Bush und Bill Clinton waren und arbeitet für einige, wenige reiche Firmen an der Wall Street. Obama ist nur eine weitere Marionette, die genau das weiterführt, was Bush und Clinton (und wahrscheinlich schon die Präsidenten davor) begonnen haben. Nur, dass er besser aussieht und sich besser artikulieren kann. Aber wer genau hinhört, der wird massenweise Parallelen feststellen.
Zustände
Die konfuse Bildsprache sagt viel über den konservativen Bürgerprotest, der die US-Medien seit Wochen beschäftigt. Beliebig ist er, voller Zorn, doch ohne inhaltliches Ziel.
Die in diesen Zeilen zum Ausdruck kommende Befindlichkeit des amerikanischen Bürgers ist gekennzeichnet von der Unfähigkeit, sowohl den Verlust an weltpolitischer Bedeutung als auch den Verlust wirtschaftlicher Macht eingestehen zu können. Der infantile Reflex auf sofortige Befriedigung aller Wünsche ist in der jahrzehntelange Erfüllung aller Konsumwünsche nie einer Prüfung unterworfen worden. Wie bei einem Kinde fokussiert sich der Frustrationsimpuls auf ein Ziel.
Wahnvorstellungen, gezielt verbreitet über Internetplattformen, Radiosendungen und Fox-News-Moderatoren, trieben die rechten Demonstranten auf die Straße.
Eine Kultur, die für sich die führende in der Welt zu sein behauptet, sollte keine religiösen Phantasma absondern wie den Kreationismus, den Inbegriff kollektiver Dummheit und millionenfacher Realitätsverdrängung, die als Wahnvorstellungen gesellschaftlichen Konsens betonieren. Was sollte man sonst erwarten?
Obama träumte im Wahlkampf vom Ende der Teilung der USA in das blaue und das rote, das liberale und das konservative Lager. Doch Amerika ist nicht bereit dafür.
Das tief sitzende Ressentiment gegenüber der farbigen Bevölkerung hat wahrscheinlich tief sitzendere Ursachen, die mit den unverarbeiteten Sünden an den Vorfahren in Zusammenhang stehen können. Der tägliche Anblick ist kanalisiert, doch ein solcher Präsident lässt die unauslöschliche Schuld in einem unglaublichen Verdrängungsimpuls in Hass umschlagen.
Die Leitfiguren der rechten Bewegung sind Alaskas zurückgetretene Gouverneurin Sarah Palin,
Oh, her mit ihr, böse Zungen können sich an ihr wetzen und keine Peinlichkeit wird aus gelassen und keine Netiquette alles ist wirklich wahr LOLOLOLOL
die entscheiden, wer es verdient zu leben und wer nicht. Palin und Co. halten dennoch an ihrer hanebüchenen Horrorgeschichte fest
Religiöser Fanatismus setzt ich niemals dem Verdacht aus, umbarmherzig, infernalisch grausam und realitätsverdrängend zu sein Er ist es meint
Kuni
"etwas scheinheilig und albern angesichts der Hasstiraden, die die demokratische Partei der Vorgängerregierung Busch bereitet hat."
Im Gegensatz zu den Hasstiraden jetzt werden die Gründe für den Hass auf Bush und co. nachträgich nicht nur bestätigt, sie werden sogar noch übertroffen.
Folter, Bruch von Menschenrechten, vollkommen dem demokratischen rechtstaatlichen Geist zuwiderlaufenden Handlungen der Vorgängerregierung gaben und geben jeden Anlass, Bush und alle seine Anhänger zu hassen, genauso wie man jeden Nazi, Antidemokraten, Folterer und Mörder hassen kann.
Die Republikaner dagegen müssen Lügengebäude errichten, um Hass zu schüren, ein gewaltiger Unterschied.
Paging