Präsident Obama kritisiert in seiner ersten Rede zur Lage der Nation sich selbst und Washingtons Politrituale. Und er verspricht: "Ich gebe nicht auf!"
Dies war keine Umkehr, kein Neuanfang. Barack Obama will - so seine Botschaft aus der Nacht, das Fazit seiner Rede zur Lage der Nation - weitermachen.
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Leidenschaftlicher, entschlossener, härter: US-Präsident Barack Obama will seine Linie weiterverfolgen, doch kämpferischer als bisher. (© Foto: AP)
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Nicht einfach "Weiter so!", sondern leidenschaftlicher, entschlossener und härter als in den vergangenen Monaten. Da hatte der 44. US-Präsident oft blass und verzagt gewirkt. Nun also: Weiter!
"Ich gebe nicht auf", lautete Obamas Merksatz des Abends. Die Sentenz fand sich nicht ohne Grund ganz am Ende der siebzigminütigen Rede vor dem Kongress.
Das sollten die versammelten Abgeordneten und Senatoren mit nach Hause nehmen, und die Millionen Wähler draußen vor den Fernsehschirmen sollten sich noch am nächsten Morgen beim Frühstück daran erinnern: Dieser bisweilen etwas entrückte und zu akademisch daherkommende Präsident will kämpfen.
Er mag seine Prioritäten neu sortieren. Aber er lässt nichts unter den Tisch fallen, gibt nichts auf.
Auch nicht die leidige Gesundheitsreform, die während der vergangenen Monate das Image seiner Regierung und aller Demokraten so arg ramponiert hat. Der Präsident will Zeit gewinnen, bietet den Republikanern neue Gespräche an ("Wer immer einen besseren Ansatz hat, der lasse es mich wissen").
Nur kein Verzicht: "Nicht jetzt. Nicht, wo wir so nah dran sind." Er hebt Daumen und Zeigefinger der linken Hand, und zwischen den Kuppen beider Finger ist kein Millimeter Luft zu erkennen.
Obama hat das Ritual der alljährlich fälligen Bilanz am Mittwoch genutzt, um den eigenen Kurs zu korrigieren. "ObamaCare" kommt später. Ab sofort - soll heißen: wenigstens bis zu den Kongresswahlen Anfang November - geht dieser Regierung eines über alles: Jobs, Jobs, und noch mehr Jobs.
Noch immer ist jeder zehnte amerikanische Erwachsene ohne Arbeit, trotz der 787 Milliarden Dollar für das teuerste Konjunkturprogramm der US-Geschichte. Das schürt Verbitterung, Frust, Wut.
Mitmensch Präsident
Also soll noch ein Job-Programm her, Förderwert 80 bis 150 Milliarden Dollar. Zugleich stellt Obama alle Programme in den Dienst der Beschäftigung. Auch, wenn dies nur bedeutet, dass Projekte wie seine Gesundheitsreform oder der geplante Klimaschutz nur passende Überschriften erhalten wie "Entlastung für die Mittelschicht" oder "Green Jobs."
Und so kann Obama zudem signalisieren, wie unzufrieden er selbst mit sich und dem Erreichten ist. Der Präsident als Mitmensch: Auch ihm dauere der Wandel zu lange, auch er sei ungeduldig mit "Washington", das immer nur streite und zu wenig zustande bringe. Obama spricht, sehr volksnah, den Namen der Hauptstadt mit Ekel im Gesicht aus.
Als sei es ein ferner, sehr fremder Ort. Als lebe er nicht seit einem Jahr an der Pennsylvania Avenue Nummer 1600, im Weißen Haus. Als säße er nicht selbst mittendrin im Machtzentrum.
Der Präsident als oberste Kritiker des Systems - das ist ungewöhnlich. Und doch knüpft Obama nur da an, wofür er als Kandidat bis zum 20. Januar 2009 - dem Tag seiner Amtseinführung - gestanden hatte. Als Kandidat war er angetreten, Washington von Grund auf zu verändern.
Diesen Wunsch hat er nun wieder ausgegraben, um sich vor den Augen der Wähler abzusetzen vom Establishment. Und um am Potomac, sozusagen als Outsider mittendrin, noch möglichst lange zu verweilen.
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(sueddeutsche.de/gba/gal/odg)
UN-Tourismusorganisation
Ert schwafelt man Obama mit aller Gewalt in den Himmel und jetzt sabbelt man ihn wieder zur Hölle.
Journalismus nach Beliebigkeit und aus dem Tollhaus!
"Da waren Colin Powell und Condoleezza Rice einfach die ehrlich-
eren Politiker" - ja, vor allem imUN-Sicherheitsrat!
Sie muessten sich gut mit Herrn Westerwelle verstehen, der hat auch so Privat-Definitionen einiger Begriffe.
Weite Teile Deutschlands sind mittlerweile frustriert von einer ehemaligen SED-Funktionaerin regiert zu werden.
Dumm gelaufen.
Traditionsgemaess findet Frust in D darin ein Ventil in dem man auf das Ausland schimpft.
A) Weil es dort besser laeuft - sprich Neid.
B) Weil die im Ausland schon immer an der Dt. Misere Schuld waren.
Connie Rice und ehrlich.
Da fliegt mir das Blech fort.
W's Dackel sagte stets was auch immer Cheney Ihr vorgekaut hat.
"Irgendwie hör ich bei jeder von Obamas Reden nicht mehr als ein großes Blabla."
Oh! Da würde mich aber mal interessieren, was Sie von den Reden einer gewissen Fr. Dr. Merkel halten.
Paging