Der Streit um die Gesundheitsreform in den USA wird schärfer: Die Republikanerin Sarah Palin wirft Präsident Barack Obama jetzt gar vor, die geplante Reform führe zur Euthanasie.
Die Debatte in den USA über die von Präsident Barack Obama geplante Gesundheitsreform wird schärfer. Die ehemalige republikanische Kandidatin für das Vizepräsidentenamt, Sarah Palin, wirft Obama jetzt auf der Internet-Plattform Facebook vor, sein geplantes System führe zur Euthanasie alter und behinderter Menschen.
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Sarah Palin (hier bei einem Wahlkampfauftritt im vergangenen Jahr) ist kein Fan von Obamas Reformplänen. (© Foto: AP)
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Der Präsident wolle ein staatliches "Todes-Gremium" schaffen, das darüber entscheiden solle, wer es wert sei, in den Genuss von Gesundheitsfürsorge zu kommen, schrieb Palin. "Ein solches System ist geradezu böse."
Palin bezog sich mit ihrem Vorwurf anscheinend auf eine Passage in einer Reform-Gesetzesvorlage des demokratisch beherrschten Abgeordnetenhauses. Danach soll die öffentliche Krankenversicherung Medicare für ältere und behinderte Bürger für Beratungen über die Gesundheitsversorgung "am Ende des Lebens" aufkommen, sofern Patienten eine solche Hilfestellung wünschen.
Die frühere Gouverneurin von Alaska wertete dies als ein Zeichen für die Gefahren einer staatlichen "Einmischung" in die Gesundheitsfürsorge. Obama will als Teil einer umfassenden Reform eine öffentliche Krankenversicherung als Alternative zu privaten Kassen anbieten.
Insbesondere konservative Kreise nehmen daran starken Anstoß und werfen Obama "Sozialismus" vor. Die Diskussion hat sich in den vergangenen Tagen so stark erhitzt, dass es bei öffentlichen Veranstaltungen mit Befürwortern des Reformplans sogar zu Handgreiflichkeiten mit Verletzungen gekommen war.
Palin, die vor kurzem als Gouverneurin des US-Staates Alaska zurückgetreten war, hat einen kleinen Sohn, der am Down-Syndrom leidet. In ihrem Facebook-Beitrag bezog sie sich auch auf ihn. "Das Amerika, das ich kenne und liebe, ist nicht das, in dem meine Eltern oder mein Baby mit Down-Sydrom vor Obamas 'Todes-Gremium' werden stehen müssen, so dass Bürokraten auf der Basis ihres subjektiven Urteils über das 'Maß der Produktivität in der Gesellschaft' entscheiden können, ob sie die Gesundheitsversorgung wert sind."
Die Nuba: Leni Riefenstahls Bilder machten sie einst bekannt. Heute sucht das Volk aus Sudan Schutz in Höhlen und Felsspalten – vor den Bomben des Regimes in Khartum. Ein Frontbericht. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/dpa/aho/mel)
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Nicht erst seit der Wiederwahl von George Double-Null Bush steht für mich fest, dass diese Land krank ist! Obama gibt zwar vordergründig Hoffnung für die USA und die übrige Welt, in Wirklichkeit sind die USA aber gespalten: Aufgeklärte und Vernünftige, die den Menschenrechten verpflichtet sind und hirnlose Fanatiker, ohne humanistische Bildung, die sogar schon faschistoide Vorstellungen haben. Eine Dumm-Palin würde in Deutschland oder Frankreich wahrscheinlich recht bald in eine Anstalt für geistig Behinderte eingeliefert werden, in USA gilt sie Vielen als Verkörperung des amerikanischen Traums und Heilsbringerin - das würde mir an sich keine Angst machen, aber leider gab es da einmal einen texanischen Alkoholiker, der sich plötzlich im Weißen Haus befunden hat...*fg*
"darüber sollte man doch wohl die Amis selber diskutieren und entscheiden lassen - mitsamt deren Befindlichkeiten. Mich stört hin und wieder diese deutsche Oberlehrermanier.."
Das stimmt wohl, das denke ich mir in der Waffenproblematik auch immer.
Aber das Verhalten und die Schärfe, mit der das geführt wird, zeugt von einer Mentalität unter der auch die Welt zu leiden hat.
Ich gestehe der amerikanischen Rechten zu, dass sie lieber auf wenig Staat steht und auch auf Waffen und was weiß ich, aber es ist der Kreis, der sich da immer wieder schließt.
Und hier ist die Hoffnung, dass sich die amerikanische Aussenpolitik ändert so groß, dass man auch in Dingen, die uns eigentlich nichts angehen, in Koalition mit dem Hoffnungsträger geht.
Das mag naiv, vielleicht auch falsch sein, aber es ist irgendwie verständlich.
Und es gibt in der Gesundheitsproblematik ja auch Tendenzen, dass dies hier ähnlich wird.
Deshalb ist es für uns auch entscheidend, wie sich die Politik in dem Beispielland entwickelt.
...eine Editierfunktion müßte unbedingt her! Ansonsten muß ich mich jetzt verabschieden.Nur noch kurz: Ich habe hier (USA) auch keine Zahnarztkosten-Versicherung aufgrund eines ganz einfachen Rechenexempels. Für mich ist es billiger, meine Zahnarztkosten selber zu bezahlen als eine sauteure Versicherung (und mich mit dieser bürokratischen Institution auch noch herumärgern zu müssen). Es erscheint mir inzwischen auch ganz natürlich, sich die Art und Höhe der Versicherungen selber zu wählen - in Eigenverantwortlichkeit.Wenn ich mit meinem Zahnarzt-Rechenexempel finanziell auf die Nase falle - mein Bier.(Und dann kann ich ja immer noch nach Costa Rica oder Budapest). Natürlich will ich damit nicht gesagt haben, daß nicht jedem eine medizinische Grundversorgung zusteht.Aber wie das in den USA geschehen soll - darüber sollte man doch wohl die Amis selber diskutieren und entscheiden lassen - mitsamt deren Befindlichkeiten. Mich stört hin und wieder diese deutsche Oberlehrermanier...mit der alles beurteilt wird nach dem, was man durch die eigene (deutsche) Brille sieht. Keine Kränkung gemeint. Nix für ungut! Adieu!
"...zum Beispiel Budapest, um sich dort die Zähne richten zu lassen...weils billiger ist. Oder sonstwohin. "
Sie sagen aber seltener, dass sie sich in ihrem Heimatland keine Behandlung leisten können und ich sagte auch nicht, dass das deutsche Gesundheitssystem weniger kaputt ist (naja, ein wenig schon, gesund ist es aber auch nicht)
Blöd, dass man hier nicht editieren kann, ich wusste, dass ich mich da wohl nicht genau ausgedrückt habe.
...zum Beispiel Budapest, um sich dort die Zähne richten zu lassen...weils billiger ist. Oder sonstwohin.
Paging