Zurück in der Rolle des Kandidaten: Obama kämpft für seine Gesundheitsreform. Weil die Botschaft nicht ankommt, ruht die Hoffnung nun auf der Äußerung eines Republikaners.
Drei Wörter und maximal vier Buchstaben pro Wort: so sieht ein perfekter Slogan aus. Das meinen offenbar die PR-Strategen Barack Obamas, die nach ihrem weltweit beachteten und erfolgreichen Spruch "Yes, we can" nun versuchen, eine neue Botschaft in die Köpfe der Amerikaner zu pflanzen.
US-Präsident Barack Obama ist in Umfragen abgerutscht. Seine politischen Gegner haben seine Mittel der Mobilisierung längst kopiert. (© Foto: AP)
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"It is time" lautet die und bezieht sich auf die von Barack Obama angestrebte Gesundheitsreform. Das bisherige amerikanische System gilt als das teuerste der Welt, dabei nehmen 46 Millionen Einwohner daran gar nicht teil - sie kommen selbst für Ärzte und Operationen auf. Oder bleiben krank, wenn sie nicht zahlen können.
Die Demokraten doktern seit Jahren an diesem System herum, bislang erfolglos. Barack Obama hat bereits im Wahlkampf eine Reform angekündigt, sie beinhaltet staatlichen Schutz für alle Amerikaner - koste es, was es wolle.
Eine Billion Dollar hat der Präsident veranschlagt. Kritiker gehen von deutlich höheren Summen aus. Und so sind es nicht nur die oppositionellen Republikaner, sondern auch Mitglieder der Demokraten, um deren Zustimmung Obama kämpfen muss.
Dick wie Ölpipelines
Dass er kämpfen kann, hat er bewiesen. Im parteiinternen Wettbewerb um die Präsidentschaftskandidatur hat er 2008 die favorisierte Hillary Clinton ausgestochen. Den späteren Wettstreit mit John McCain gewann er, obwohl ihm Republikaner unterstellten, er stehe dem Islam nahe, unterhalte Kontakte zu Terroristen und habe keinerlei außenpolitische Erfahrung.
Fallstricke dick wie texanische Ölpipelines waren das, doch Obama überwand sie mit Eleganz. Sein Wahlkampfstil imponierte Politikern aus aller Welt - selbst im tiefsten Bayern waren plötzlich "Yes, we can"-Slogans zu lesen, und im Vorlauf auf die Bundestagswahl baute die SPD beinahe den kompletten Internetauftritt der US-Demokraten nach.
Nun also "It is time". In Youtube-Videos auf barackobama.com sind Amerikaner zu sehen, die mit verängstigter Miene von ihrer mangelnden Krankenversicherung berichten. Auch Obama selbst tritt vor die Kamera, nun wieder in der Rolle des Kandidaten, der für die gute Sache kämpft: "Wir können uns eine Politik der Verzögerung und Ablehnung nicht leisten, wenn es um Gesundheitsvorsorge geht."
Anders als im Wahlkampf ist Obama jedoch derzeit nicht in der Lage, seine Anhänger zu mobilisieren. In aktuellen Umfragen gab eine Mehrheit der Befragten an, dass die USA politisch auf dem falschen Kurs seien. Zwar sind noch 55 Prozent mit Obamas Arbeit zufrieden, doch amerikanische Medien verweisen darauf, dass George W. Bush sechs Monate nach seinem Amtsantritt 56 Prozent vorweisen konnte.
Kenner der amerikanischen Politik gehen davon aus, dass sich die "Independents", also die Wechselwähler, von dem Thema nicht fesseln lassen, ja einem Programm, dass Milliarden verschlingen wird, eher kritisch gegenüberstehen.
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Szene München
...ich wünsche ihm weiterhin Erfolg.
Bei den Zielen ist Gegenwind doch voraussehbar.
Obama hat ein sehr starkes Mandat - zumindest fuer 2 bzw. 4 Jahre.
End of story.
Der macht das schon.
Lobbies ?!
Obama is gonna dynamite the outhouse, if need be.
Der Witz an Fallstricken ist, dass sie fein gestrickt sind und für das Opfer, welches darüberfallen soll, nicht zu sehen ist. Damit kann man wohl kaum über eine Ölpipline fallen.
Aber klar, die USA sind finanziell am Ende. Die Kriege, die sie wie das alte Rom geführt hat, verschlingen Unmassen an Geld. Dafür könnte man natürlich viel Gutes tun, was eine Bombe ja nun nicht macht. Die Menschen, die aber keine medizinische Versorgung bekommen haben keine Lobby. Das sind ja vor allen Dingen arme Leute. Und wer schert sich denn in den Abgeordnetenhäusern um diese? Die Abgeordneten, die dort sitzen sind wie unsere Abgeordneten, weit entfernt von der Realität. Im besten Falle kommen sie aus ehemalig armen Verhältnissen. Aber sie besitzen keine Solidarität mit ihnen. Sie verachten arme Mensche. Und das ist die Tragik. In Deutschland und den USA. Kalifornien hat nun auch die Sozialleistungen für Bedürftige und die Leistungen für Schulen gekürzt. Klar da bleibt für Superreiche mehr übrig. Und das Geld versinkt in Banken mit verantwortungslosen Supermanagern.
Der Staat hat schon die Aufgabe für eine sozialen Balance zwischen Arm und Reich zu sorgen. Wir brauchen keinen Wellfare-Staat. Aber wir und die USA brauchen eine Gesellschaft in der Solidarität ein Wert darstellt und nicht Superboni!!!
My Gut tell me: Der kriegt das hin! Hope und Change kommen dann wie Glasnost und Perestroika nach Washington.
Er wird nicht wie Bill C. in die Falle der Lobbiisten tappen. Hopentlich!!!
War doch klar, das es Widerstände gibt, wichtig wird sein, dass er auch seine Leute mobilisiert.
Es muß doch irgendwie möglich sein für alle Amerikaner eine Grundabsicherung hinzubekommen, billige Brillen, Zähneziehen umsonst, Gesundheitsberatung.
Ausserdem muß es möglich sein, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Krankenversicherte wegen einer Erkrankung nicht ihren Versichertenstatus verlieren ( Stichwort: wozu habe ich überhaupt eine Versicherung, wenn diese im Schadensfall die Zahlung verweigert?).
Der Hintergrund für das bisherige Unvermögen kann nur ein politischer sein und mich macht es fassungslos zu sehen, daß Obama offensichtlich selbst mit den Demokraten in der Mehrheit das nicht hinbekommt.
Ein persönliches Unvermögen schließe ich aber im Fall von Herrn Obama aus.
Paging