USA: Obama sucht Außenminister Die Clintons - Bill als Hindernis für Hillary
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Wenn schon nicht Präsidentin, dann wenigstens Außenministerin - das sind die Pläne von Hillary Clinton. Doch ausgerechnet an ihrem Mann Bill, dem gutverdienenden Ex-Präsidenten, könnten die Pläne noch scheitern.
Vor drei Tagen war Bill Clinton wieder in Deutschland. Er trat beim "Erfolgskongress" des Finanzdienstleisters AWD auf. Der ehemalige US-Präsident plauderte vor zehntausend Gästen im ISS Dome in Düsseldorf auch über seine Frau Hillary: Sie könne sowohl neue Außenministerin als auch Verteidigungsministerin werden.
Mit dem Klingelbeutel unterwegs: Bill Clinton sammelt weltweit Geld für seine Stiftung. Für Hillary Clinton könnte das zum Problem werden.
(Foto: Foto: AFP)Was der 62-Jährige nicht erwähnte: Für Hillary Clinton ist ihr Bill gerade die größte Hürde auf dem Weg zu einem Ministeramt.
Nach Stand der Dinge könnten seine finanziellen und geschäftlichen Beziehungen verhindern, dass Barack Obama sie als Außenministerin ins Kabinett holt. Derzeit überprüft sein Team die Verbindungen des ehemaligen Präsidenten zu Regierungen anderer Staaten, aber auch zu Wirtschaftsunternehmen und Pharmakonzernen.
Mehr als 500 Millionen Dollar hat Clintons Stiftung seit 1998 eingenommen
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Seit Bill Clinton im Jahr 2000 aus dem Weißen Haus ausgezogen ist, ist er mit dem großen Klingelbeutel auf der ganzen Welt unterwegs. Er engagiert sich für soziale Projekte und gegen Aids und hält Reden - mehr als zehn Millionen Dollar hat er im vergangenen Jahr damit verdient. Der Ex-Präsident sammelt eifrig Spenden für seine Stiftung.
Mehr als 500 Millionen Dollar soll die William J. Clinton Foundation seit ihrer Gründung 1998 eingenommen haben. Wichtigster Teil der Stiftung ist die Clinton Global Initiative, die weltweit Hilfsprojekte und Geldgeber zusammenführt.
Hillary Clinton als US-Außenministerin unterwegs in Ländern, die Bill große Summen gespendet haben - eine Vorstellung, die dem zukünftigen Präsidenten verständlicherweise nicht unbedingt gefällt. Besonders, wenn weiter unklar bleibt, welche Staaten und Unternehmen Bill Clintons Stiftung mit welchen Summen unterstützen.
Amerikanische Medien berichten, dass unter anderem der marokkanische König, Mitglieder der saudischen Königsfamilie sowie die Regierungen von Kuwait und Katar gespendet haben sollen; Verbindungen zur chinesischen und kasachischen Regierung - die es beide mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen - werden der Stiftung nachgesagt.
Bisher hat sich Bill Clinton geweigert, die Liste seiner Spender zu veröffentlichen, gesetzlich ist er auch nicht dazu verpflichtet. Doch es scheint keinen anderen Weg zu geben: Aus dem Umfeld des zukünfigten Präsidenten heißt es, Obama werde Hillary Clinton das Amt erst dann offiziell antragen, wenn er sicher sein kann, dass sie wegen des Engagements ihres Gatten nicht in Interessenkonflikte geraten wird.
Das gilt natürlich auch für die Zukunft - was bedeuten dürfte, dass Bill sein Engagement für die Clinton Global Initiative stark einschränken oder sogar ganz aufgeben muss. Dass sich der Politstar so ohne weiteres von der öffentlichen Bühne verabschieden wird, ist nicht gewiss.
Sollte Hillary Clinton trotz allem Außenministerin werden, muss sie nur noch verhindern, dass ihr Mann durch flapsige Kommentare auffällt. Als er sich im Vorwahlkampf mehrmals im Ton vergriff, Obama als "Jungen" verspottete und dessen Ablehnung des Irakkriegs ein "Märchen" nannte, hat sie ihn schon einmal in die Schranken gewiesen: "Knock it off!" hieß es knapp. "Hör auf!"