Die Zufriedenheit der US-Amerikaner mit der Arbeit ihres Präsidenten liegt so niedrig wie noch nie seit Bushs Amtsantritt. Lediglich 50 Prozent geben Bushs Arbeit eine gute Note. Das sind knapp 20 Prozent weniger als noch im April.
Im Vormonat waren es noch 60 Prozent gewesen, im April sogar 71 Prozent.
Anzeige
Sowohl der frühere Nato-Oberbefehlshaber Wesley Clark als auch Senator John Kerry schnitten bei der jüngsten Gallup-Umfrage im Auftrag des Nachrichtensenders CNN und der Zeitung USA Today bei eingetragenen Wählern besser ab.
49 Prozent der registrierten Wähler erklärten, sie würden in einem hypothetischen Rennen zwischen Clark und Bush für den pensionierten Vier-Sterne-General stimmen. Bush kam dabei auf 46 Prozent.
Kerry lag mit 48 zu 47 Prozent ebenfalls knapp vorne. Sowohl Clarks Vorsprung als auch der von Kerry liegen allerdings noch innerhalb der Fehlertoleranz der Umfrage von 3,5 Prozentpunkten.
In den Vergleichen mit Vermonts Ex-Gouverneur Howard Dean, dem US-Abgeordneten Richard Gephardt und Senator Joe Lieberman führte Bush knapp.
Die Frage des Irak-Kriegs spaltet inzwischen die Nation. 50 Prozent der Befragten erklärten, der Krieg sei richtig gewesen. 48 Prozent sagten dagegen, die Situation im Irak habe einen Krieg nicht gerechtfertigt. Im April hatten noch 76 Prozent der Befragten die Irak-Politik der Regierung unterstützt.
In der Zeitung USA Today wiesen Beobachter darauf hin, dass die Umfrage unter mehr als 1000 Amerikanern kurz nach Clarks Bekanntgabe seiner Kandidatur erfolgte. Zu diesem Zeitpunkt war in den Medien besonders viel über den Ex-General berichtet worden. Zugleich war die Kritik an Bushs Forderung nach weiteren Milliarden für den Irak-Krieg gewachsen.
(sueddeutsche.de/dpa)
Szene München