Mit einem Hilfspaket von bis zu 850 Millarden Dollar will der künftige US-Präsident Obama die Konjunktur ankurbeln. Es wird über noch mehr Geld spekuliert.

Nach Berichten des Wall Street Journal (WSJ), das sich auf Insider beruft, bereitet Obamas Wirtschafts-Team gegenwärtig ein Rettungspaket vor, dessen Umfang zwischen 675 und 775 Milliarden Dollar liegen soll.

Barack Obama; AP

Über das Milliarden-Hilfspaket soll noch vor der Amtsübernahme Barack Obamas abgestimmt werden. (© Foto: AP)

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Beim Durchlaufen des Kongresses und des Senats könne das Paket jedoch auf 850 Milliarden Dollar (595 Milliarden Euro) anschwellen. "Die Hauptsorge ist es derzeit, nicht genug zu tun", verlautete aus dem Umfeld der Führung der Demokraten im US-Kongress.

Dem Blatt zufolge wird sogar darüber spekuliert, dass noch mehr als 850 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der Konjunktur ausgegeben wird. Obamas Team will dem Bericht zufolge aber nicht die psychologisch bedeutsame Grenze von einer Billion Dollar überschreiten.

Das geplante Maßnahmenpaket sieht dem Bericht zufolge Steuersenkungen vor, durch die direkt zwischen 50 und 100 Milliarden Dollar in die Wirtschaft fließen sollen. Ebenfalls vorgesehen sind demnach Finanzhilfen für die Bundesstaaten in Höhe von rund 100 Milliarden Dollar, Investitionen in die Infrastruktur sowie in Schulen, neue Energieformen, den Ausbau des Internetzugangs und moderne Medizintechnik.

Gewerkschaften und andere Interessensgruppen drängen laut Wall Street Journal darauf, dass über das Konjunkturpaket noch vor Obamas Amtsübernahme am 20. Januar abgestimmt wird. Für die Sanierung des Finanzmarkts hatte der Kongress im Oktober nach zähem Ringen 700 Milliarden Dollar freigegeben.

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(dpa/AFP/cag/bosw)