Das Oberste Gericht der USA hat das umstrittene Recht auf Waffenbesitz ausgeweitet. Chicago und andere US-Städte müssen die Aufbewahrung von Schusswaffen in Wohnungen nun zulassen.
Klarer denn je hat der Oberste Gerichtshof jedem US-Bürger ein Recht auf Waffenbesitz zugesprochen. Der Supreme Court erklärte am Montag mehrere Verordnungen im Großraum Chicago für verfassungswidrig, die allen Bürger verboten hatten, Schusswaffen in ihren Wohnungen zu verwahren. Konservative Organisationen begrüßten das Urteil.
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Experten schätzen, dass es in den USA mit einer Wohnbevölkerung von 310 Millionen Menschen etwa 283 Millionen Schusswaffen in privaten Händen gibt. Der Oberste Gerichtshof hat das Recht auf den Besitz von Waffen in einem Grundsatzurteil gestärkt. (© dpa)
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Die Stadt Chicago kündigte an, nach einer Analyse des Urteils werde man neue Bestimmungen erlassen, um den Besitz von Handfeuerwaffen zu kontrollieren. Experten schätzen, dass es in den USA mit einer Wohnbevölkerung von 310 Millionen Menschen etwa 283 Millionen Schusswaffen in privaten Händen gibt.
Die Entscheidung vom Montag, gefällt mit der Unterstützung der fünf eher konservativen Richter am neunköpfigen Gerichtshof, verweist auf ein Grundsatzurteil von 2008. Damals hatte der Supreme Court das Recht auf Waffenbesitz erstmals als individuelles Grundrecht und nicht nur als Recht von Soldaten gedeutet und ein restriktives Waffengesetz in der Hauptstadt Washington für nichtig erklärt. Der District of Columbia ist jedoch Bundesterritorium, erst das Urteil vom Montag weitet das Individualrecht auf Waffenbesitz auf alle 50 Bundesstaaten aus. Allerdings heißt es in dem Urteil, den Bundesstaaten sei es erlaubt, dieses Recht in angemessenem Rahmen zu beschränken.
Von dieser Ermächtigung will die Stadt Chicago nun Gebrauch machen. Als Vorbild gelten ihr Regeln, die inzwischen in Washington DC eingeführt wurden. Trotz des dort seit 2008 geltenden Generalrechts auf Waffenbesitz wurden in der Hauptstadt bisher erst 800 neue Waffenbesitzer registriert.
Grund sind neue Regeln, die von jedem Waffenbesitzer eine Schulung verlangen und jede legal verkaufte Waffe einem Ballistik-Test unterwerfen, um später notfalls leichter eine Tatwaffe identifizieren zu können.
Die Stadt Chicago fürchtet, ein unkontrolliertes Recht auf Waffenkauf könne die in Großstädten grassierende Gewaltkriminalität eskalieren lassen.
Befürworter eines ungehinderten Rechts auf Waffen argumentieren hingegen, Bürger benötigten diese, um sich gegen gewaltbereite Einbrecher und Räuber zu schützen. Kriminelle würden sich ihre Waffen ohnehin illegal besorgen.
Als Beweis gilt ihnen der Fall eines 80-jährigen Kriegsveteranen, der einen Einbrecher erschossen hatte, nachdem zuvor auf ihn gefeuert worden war. Die Waffe des Überfallenen war nach bisherigem Recht in Chicago illegal. In einem anderen Fall hatte ein Ex-Polizist zwei Eindringlinge niedergestreckt, die seinen Sohn verletzt hatten, um dessen Motorrad zu stehlen. Der Mann blieb unbestraft, weil er als Ex-Polizist eine Waffe verwahren durfte.
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(SZ vom 29.06.2010)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
" Im Gegensatz zu Ihnen sind Waffengegner wohl eher kerngesunde Leute, die Ihr Selbstbewusstsein nicht in Form einer Kanone unter dem Kopfkissen liegen haben und auch sonst frei sind von Gewaltphantasien und paranoidem Verfolgungswahn."
Hmm ja, bestimmt, wenn Sie Menschen wie mich fuer krank halten, dann stellen Sie sich mal die Frage welcher Typus Mensch auch Sie als Polizist oder Soldat schuetzt, auch mit der Bereitschaft das eigene Leben zu riskieren. Sie koennen nur deshalb so leben wie Sie leben, weil es noch genuegend Menschen gibt, die nicht Ihren sonderbaren Anschauungen folgen.
Und zu Gewaltphantasien und Verfolgungswahn, nun ja, meine Gewaltbereitschaft begruendet sich in meiner Erkenntniss, dass Gewalt sehr wohl ein Mittel zur Durchsetzung von Interessen ist, auch wenn es anders besser waere.
Und zum Verfolgungswahn, mein Feindbild ist relativ klar, Ihres hingegen scheint jeden unter Generalverdacht zu stellen, mal in einer ruhigen Minute drueber nachdenken.
Genau so ist es, exakt auf den Punkt gebracht. Die rechte Hilfstruppe steht allzeit bereit in den Startlöchern.
Und an Sie,
@tommy_shg,
ich glaube nicht, dass ich von Ihnen bedauert werden muss und möchte. Im Gegensatz zu Ihnen sind Waffengegner wohl eher kerngesunde Leute, die Ihr Selbstbewusstsein nicht in Form einer Kanone unter dem Kopfkissen liegen haben und auch sonst frei sind von Gewaltphantasien und paranoidem Verfolgungswahn.
"Wenn man in Deutschland an jeder Ecke legal eine Kanone kaufen könnte, würden, wie in den USA, dies jeden Tag an die 10 Menschen mit ihrem Leben bezahlen. "
Warum ist das dann in der Schweiz oder Österreich oder Tschechien nicht so?
Auch in diesen Ländern kann man wie in den USA Waffen zum Selbstschutz
ohne grosse Auflagen kaufen.
Ich habe aber noch nie gehört, daß in diesen Nachbarländern Zustände wie
in Wild West herrschen!?
Oder sind wir Deutschen weniger verantwortungsbewusst als Schweizer oder
Österreicher oder Tschechen?
In der Tat, nach dem selben Prinzip wirkte unsere Armee als sie noch als Verteidigungsarmee verstanden und genutzt wurde.
Sie kennen die Fabel vom Fuchs und Igel? "... bewaffnet, doch ein Friedensheld."
Mir scheint, dass Sie Ihren Mitmenschen und Mitbuergern arg misstrauen, da weiss ich garnicht ob ich Sie wegen Ihrer Persoenlichkeit oder fuer das Umfeld in dem Sie leben bedauern soll.
Das sind dann auch genau die bei denen bei einem persönlichem Problem mit der Ehe zum Beispiel der Finger am Abzug durchgezogen wird und die Kinder ebenfalls solchem Handeln von so tollen Bürgern zum Opfer fallen.
Da wo die Vorgärten besonders sauber und aufgeräumt sind und der Nachbar auch im Club ist und jeden Abend den Krach mitbekommt zwischen den Eheleuten aber nichts sagt,weil es ja ein Schützenbruder mit Großkaliber kurz und Lang Waffen ist!
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