Es sind nicht die Hinweise auf Misshandlungen im Irak und Afghanistan, die neu sind, sondern nur die Bilder. Nach dem Tod zweier Afghanen hatte die US-Regierung bereits im Juni 2003 versprochen, Terrorverdächtige nicht mit grausamen, inhumanen oder erniedrigenden Behandlungen zur Herausgabe von Informationen zu zwingen.
Der Erklärung war eine Diskussion um den Tod zweier Afghanen vorangegangen, die in einem CIA-Zentrum gestorben waren. Beide Todesfälle werden von der US-Armee als Morde untersucht.
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Kongressmitglieder und Menschenrechtsgruppen hatten die Bush-Regierung gedrängt, bei Verhören auf Gewalt zu verzichten. Sie sollte jede Technik ablehnen, die nach der Verfassung der USA als "grausam" betrachtet werden muss.
Nach wie vor gelangen kaum Informationen über die Behandlung von Terrorverdächtigen durch die USA an die Öffentlichkeit. Damals hatte der Sprecher des Nationalen Sichereitsrates, Sean McCormack, erklärt, Terrorverdächtige würden auch im Ausland menschlich behandelt.
Die Medien hatten jedoch wiederholt über grausame Behandlungen von Häftlingen in den US-Gefangenenlagern außerhalb der Vereinigten Staaten berichtet.
2002 hatten Angehörige des Sicherheitsapparates der Regierung der Post erklärt, man müsse Menschenrechte manchmal missachten, um einen "guten Job" zu machen. So wären zum Beispiel einem verletzten hochrangigen al-Qaida-Mitglied Schmerzmittel vorenthalten worden, um ihn zur Kooperation zu bewegen.
Auch hätte man widerspenstige Verdächtige in Länder gebracht, deren Sicherheitsdienste für ihre Brutalität bekannt sind. In einigen Ländern, so berichtet die Zeitung, würden Häftlinge mit bewusstseinsverändernden Drogen behandelt, damit sie die von den Amerikanern vorgegebenen Fragen beantworten.
Wie die Washington Post damals berichtete, wurden in einem geheimen CIA-Zentrum nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul Gefangene mit Schlafentzug oder erzwungenen schmerzhaften Körperhaltungen gequält. Inzwischen untersucht das US-Militär den Tod dreier Afghanen, von denen zwei letztes Jahr in dem CIA-Zentrum und einer am Wochenende in einem US-Gefängnis gestorben waren, als Mordfälle.
Menschenrechtsorganisationen und der Kongress hatten kritisiert, dass die Befragungstechniken gegen US-Gesetze und internationale Vereinbarungen verstoßen.
Im Juni letzten Jahres erklärte US-Präsident Bush anlässlich des Internationalen Tages der Solidarität mit den Opfern der Folter, die Vereinigten Staaten wären der weltweiten Ausrottung der Folter verpflichtet, "und wir gehen in diesem Kampf mit unserem Beispiel voran."
(sueddeutsche.de)
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